„European Rail Award“ am Donnerstag in London verliehen

Eschwege hat Europas besten kleinen Bahnhof

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Knotenpunkt: Busfahrgäste, Radfahrer, Fußgänger und die Stadt selbst profitierten vom Stadtbahnhof, heißt es in der Begründung der Jury. Der Bahnhof funktioniere als mobilitätsgerechte Plattform.

Eschwege. Der Eschweger Stadtbahnhof wurde am Donnerstagabend in London zu Europas bestem, kleinen Bahnhof gewählt. Der „European Rail Award" wurde an den Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) für hervorragende Leistungen im europäischen Eisenbahnverkehr vergeben.

Der Stadtbahnhof setzte sich gegen Konkurrenz aus Österreich, Ungarn und drei Projekten aus England durch.

Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass der Stadtbahnhof Eschwege nicht nur Vorteile für die Bahnkunden habe, sondern dass auch Busfahrgäste, Radfahrer, Fußgänger und die Stadt selbst von der beeindruckenden Rekonstruktion profitierten, da er in vielerlei Hinsicht gut zugänglich sei und der Bahnhof als mobilitätsgerechte Plattform funktioniere.

NVV-Geschäftsführer Wolfgang Dippel nahm die Auszeichnung am Donnerstagabend in London entgegen. „Wir haben zusammen den Bahnhof in Eschwege wieder zu den Menschen gebracht. In die Stadt - dort wo das Leben stattfindet“, sagte er während der Preisverleihung.

Landrat Stefan Reuß sieht in der Verleihung dieses Preises etwas Außergewöhnliches. „Wir haben mit dem Bahnhof in der Stadt ein Signal für Leben in der ländlichen Region gesetzt“, sagt Reuß. Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe war überrascht, dass sich der Stadtbahnhof gegen die internationale Konkurrenz durchgesetzt hat. Er hat in den vergangenen vier Jahren aber eine positive Entwicklung beobachtet. „Wir sehen jeden Tag, wie wichtig der Bahnhof für die Stadt ist und erleben, dass unsere Bürger immer öfter auf den Öffentlichen Nahverkehr setzen.“

Immer mehr Fahrgäste nutzen den Stadtbahnhof in Eschwege

Der Eschweger Stadtbahnhof hatte sich bereits im Juni aus 300 Bewerbungen in das Finale durchgesetzt. Der NVV wurde insgesamt fünfmal nominiert. Die aus Glas geschliffene Trophäe wird in einer Vitrine im Stadtbahnhof ausgestellt.

Von Tobias Stück

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