110 000 Euro als Hilfe für Henrik gespendet

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Henrik Wolf mit seinen Eltern

Eschwege. 110 000 Euro sind innerhalb der vergangenen sechs Wochen auf dem Spendenkonto für Henrik Wolf eingegangen. Das ist mehr Geld, als für die Typisierungsaktion des fünfjährigen Eschwegers benötigt wurde. „Wir sind dankbar und überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Menschen in der Region“, sagen die Eltern Annette Lieberknecht Wolf und Klaus Wolf.

„Wir wollen die Hilfsbereitschaft aber nicht überstrapazieren und erklären die Hilfsaktion für beendet.“ Fast 2000 Menschen hatten sich im Mai für den kranken Eschweger Jungen typisieren lassen. Ihnen wurde von über 100 Helfern eine Blutprobe entnommen, die im Anschluss daraufhin untersucht wird, ob jemand als Knochenmarkspender infrage kommt. Jede dieser anschließenden Untersuchungen kostet rund 50 Euro. „Um alle Blutproben aus Eschwege zu testen, sind 108 000 Euro nötig“, erklärt Klaus Wolf. Das überschüssige Geld kommt dem Verein Hoffnung e.V. zugute, um andere Typisierungen zu finanzieren. Ursprünglich waren die Organisatoren der Spendenaktion davon ausgegangen, dass rund 1000 Menschen zur Typisierung kommen und rund 50 000 Euro benötigt werden. „Das war schon großzügig geplant“, dachte Klaus Wolf vor dem 17. Mai. Was sich dann entwickelte war eine riesige Welle der Solidarität mit dem kleinen Eschweger. „Wir haben sehr viel Unterstützung erfahren, für die wir uns herzlich bedanken wollen“, sagt Annette Lieberknecht-Wolf. Noch immer trudeln Spenden auf dem Konto ein. Viele Aktionen von Vereinen und Institutionen sind noch nicht abgeschlossen. Wolfs war es wichtig einen Schlusstrich zu ziehen. Jetzt hoffen sie, dass die nächste Meldung ein genauso großer Erfolg wird. Noch immer wurde kein passender Stammzellenspender gefunden. Alle bleiben aber zuversichtlich, dass die Nachricht bald eintrifft.

Von Tobias Stück

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