Keine Chance für Kreisel

Eschwege. Wenn sich der Bau- und Planungsausschuss der Eschweger Stadtverordnetenversammlung während seiner Sitzung am Dienstag mit einem Antrag der Linken in Zusammenhang mit der Ampelschaltung an der Humboldtkreuzung auseinanderzusetzen hat, dann geschieht das nach Ansicht der Antragsteller ohne, dass im Vorfeld ausreichende Vorbereitung geleistet worden wäre und ohne, dass die gewünschten Fachleute zur Verfügung stehen.

„Die Antworten von Hessen Mobil sind nach unserer Einschätzung sehr oberflächlich, und die enthaltenen Aussagen sind zum Großteil nicht nachvollziehbar“, sagt Bernhard Gassmann. Der Stadtverordnete der Linken hatte einen zwölf Punkte umfassenden Fragenkatalog vorgelegt, der jetzt von der Behörde beantwortet wurde. „Es ist für die Linke auch nicht akzeptabel, dass von der Signalbaufirma niemand erscheinen wird und Hessen Mobil das mit der Kostenbelastung begründet“, sagte Gassmann zur Absage an sein Begehren, mit kompetenten Fachleuten über die Optimierung der Ampelschaltung diskutieren zu wollen. Gassmann: „Es stünde Hessen-Mobil gut an, zu Missständen, die in der Öffentlichkeit heftig beklagt werden, kompetent Antwort zu geben und die letztlich zuständigen Akteure dazu einzuladen.“ Für den Stadtverordneten ist es „eine Selbstverständlichkeit, dass Hessen Mobil als zuständiges Amt etwaige Kosten trägt, die in Zusammenhang mit der Information der Öffentlichkeit und der zuständigen Parlamentsgremien stehen“. Nachdem die Verkehrsbehörde mit Hinweis auf die Sicherheit von Kindern, die die anliegende Schule besuchen, ihre Zustimmung zu einem Kreisverkehr an dieser Stelle ausgeschlossen hat, wird nach einer optimierter Ampelschaltung gesucht. Die vom Zentrum für integrierte Verkehrssysteme vorgeschlagene koordiniert gesteuerte Ampellösung könnte die Umlaufzeit von 140 auf 90 Sekunden reduzieren und gleichzeitig die Kreuzungskapazität von 2900 auf 5300 Fahrzeuge pro Stunde erhöhen. Der Magistrat hatte zuletzt beschlossen, diese Variante gemeinsam mit Hessen Mobil näher zu untersuchen und die Umsetzung für nächstes Jahr anzustreben. Die Sitzung des Bau- und Planungsausschusses findet im Rathaussaal statt und beginnt um 18.30 Uhr.

 

Von Harald Sagawe

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