Eschweger Gymnasium

Abgänger: "Lernen an der FWS hat Spaß gemacht"

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Verabschiedung in der altehrwürdigen Aula: 66 Schüler des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums nahmen jetzt ihr Abschlusszeugnis in Empfang. Sie setzen jetzt ihren Weg am Oberstufen- oder Beruflichen Gymnasium fort.

Eschwege. „Ein Hoch auf uns, auf dieses Leben!“ Mit dieser Zeile aus dem bekannten ARD-WM-Song von Andreas Bourani gaben Nina Voelckel und Corinna Wills ihrem berechtigten Stolz Ausdruck.

Die beiden Schulsprecherinnen der Friedrich-Wilhelm-Schule (FWS) sprachen damit wohl ihren 64 Mitschülern der neunten Klassen aus dem Herzen, die jetzt das Eschweger Gymnasium verlassen, um nach den Sommerferien den eingeschlagenen Erfolgskurs am Oberstufengymnasium oder Beruflichen Gymnasium fortzusetzen. Der Abschluss dieses wichtigen Lebensabschnittes fand jetzt seinen würdigen Rahmen in einer feierlichen Verabschiedung der Absolventen vor den Eltern und dem Kollegium.

Trotz aller Anstrengungen in den zurückliegenden fünf Jahren habe das Lernen an der FWS immer Spaß gemacht, begründeten die Schulsprecherinnen in ihrer Abschlussrede, warum sie auch „mit einem weinenden Auge“ gingen. Eröffnet hatte die Feierstunde ein musikalischer Vortrag am Flügel. Christian Mühlhause aus der sechsten Klasse stimmte die Gäste mit einer gekonnt vorgetragenen Sonatine ein.

Schulleiter Dr. Hans-Joachim Vock gab den Abgängern die besten Wünsche mit auf den weiteren Lebensweg. Seine kurze Ansprache blieb nicht ohne einige kritische Anmerkungen zu einer veränderten Lebenseinstellung bei einigen Schülern, die im Zweifel Freizeit und Freiheit vor Leistungsbereitschaft und Ehrgeiz stellten.

Für die Klassenlehrer des neunten Jahrganges hielt Volker Bachmann ein Plädoyer für die persönlichkeitsbildende Bedeutung von Kunst und Musik an Schulen. Schule stehe gerade nicht für kurzfristig Spaß bereitende Events, sondern für langfristig wirkende Bildungserlebnisse in Museen und Konzerten. Bachmann illustrierte seine Aussagen durch ein Foto von Brad Pitt und Angelina Jolie bei den Filmfestspielen in Cannes aus dem Jahr 2008, das exakt nach dem Vorbild des 1434 entstandenen Gemäldes „Die Arnolfini-Hochzeit“ von Jan van Eyck in Szene gesetzt wurde, gewissermaßen als Code und Geheimsprache für einen elitären Kreis von Gebildeten.

Nach einem humorvoll von Lorenz Schöggl moderierten Rückblick auf wichtige und spaßige Ereignisse der zurückliegenden fünf Jahre an der alten Penne in Form einer Dia-Show richtete als Vertreter der Elternschaft Schulelternbeirat Claus Hamp das Wort an die jungen Leute.

Der Preis für das jahrgangsbeste Zeugnis ging an Lorenz Schöggl, für die klassenbesten Zeugnisse wurden Ole Lennart Linke und Lisa Edinger ausgezeichnet. (red)

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