Zahl der jugendlichen Komasäufer sinkt

Werra-Meißner. Die Zahl der jugendlichen Komasäufer ist im Kreis zurückgegangen. Das bestätigt Harald Nolte von der Fachstelle für Suchtprävention des Diakonischen Werkes Werra-Meißner auf Anfrage unserer Zeitung.

14 junge Menschen unter 18 Jahren sind in diesem Jahr in das Eschweger und drei in das Witzenhäuser Krankenhaus eingeliefert worden (Stand: 31. Oktober). Sowohl 2014 als auch 2015 waren es kreisweit noch 23 Jugendliche.

Für Nolte hängt dieser Abwärtstrend ganz klar mir einem bundesweiten Projekt zusammen, das auch im hiesigen Kreis angeboten wird: Hart am Limit, kurz Halt. „2010 gingen wir damit an den Start, seitdem erzielen wir damit positive Affekte“, freut sich auch Noltes Kollegin Jennifer Thomas. Zielgruppe des Projektes sind Kinder und Jugendliche, die wegen eines übermäßigen Alkoholkonsums ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. „Noch dort führen wir mit den Betroffenen und den Eltern Gespräche, damit das Erlebte zeitnah aufgearbeitet werden kann“, erklärt Nolte. Möglich sei das deshalb, weil das Klinikum Werra-Meißner ebenso wie die Kinder- und Jugendpsychiatrische Institutsambulanz mit der Suchtstelle zusammenarbeiten würden.

Dass die Suchtstelle dieses Programm überhaupt in ihr Angebot mit aufgenommen hat, liegt an einem traurigen Spitzenwert: Im Jahr 2007 wurden 40 Kinder und Jugendliche im Kreis wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert, bekannt wurde diese Zahl 2009. „Das war für uns Anlass genug, uns dem Projekt Halt anzuschließen“, sagt Nolte.

In der Alkoholprävention sei das aber noch nicht alles: So werden auf verschiedenen Volksfesten Armbänder an Jugendliche verteilt, die zeigen, dass an die Träger kein Alkohol ausgeschenkt werden darf. In Schulworkshops wird zudem auf die Risiken durch den Alkoholkonsum hingewiesen.

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