Kreisverkehre für mehr Durchlässigkeit sorgen

Ohne Ampelstopp durch die Stadt

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Symbolbild

Eschwege. Der Kreisel für die Humboldt-Kreuzung steht ganz oben auf der Wunschliste. Zwei weitere Kreuzungen in Eschwege bieten sich ebenfalls an, in Kreisverkehre umgebaut zu werden: oberhalb des Schlossplatzes, wo die Bahnhofstraße auf die Reichensächser Straße trifft, sowie an der östlichen Stadteinfahrt, wo Gartenstraße, Dünzebacher Straße und Schindeleich sich kreuzen.

Donnerstagabend werden die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung über den Sachstand zur Kreiselplanung informiert. Inzwischen setzt sich die Meinung durch, dass auf der Humboldt-Kreuzung ein Kreisel möglich ist. Das war lange Zeit umstritten. Fehlender Platz wurde als Ausschlusskriterium immer wieder von den Planern genannt. 540.000 Euro würde das Vorhaben insgesamt kosten. Das Land Hessen müsste als Eigentümer der Straße 210.000 Euro übernehmen, der städtische Anteil wäre förderfähig, so dass unter dem Strich gut 90.000 Euro von der Kommune zu tragen wären.

Land soll mitfinanzieren

Bereits am Dienstagabend hat sich der Bau- und Planungsausschuss mit dem Projekt beschäftigt. „Wir müssen jetzt das Land für die Finanzierung gewinnen“, so Ausschussvorsitzender Alexander Feiertag. Das Bauvorhaben müsse auf die Prioritätenliste. Die Umwandlung der Schlossplatzkreuzung galt bisher wegen der Gefällestrecke immer als schwieriges Unterfangen. Nach Angaben Feiertags wird das aber nicht mehr als Hindernis gesehen. Dieses Projekt stehe in der Reihenfolge vor dem Umbau der Kreuzung Gartenstraße-Schindeleich-Dünzebacher Straße. Die Einrichtung eines Kreisverkehrs am östlichen Stadtrand könnte verkehrsberuhigend wirken.

Anwohner berichten von viel zu hohen Geschwindigkeiten, mit denen Autofahrer aus Richtung Niederdünzebach auf der Gefällestrecke unterwegs seien. Darüber hinaus sind zwei weitere Kreuzungen Kreisel-Kandidaten. Ein gemeinsamer Antrag von SPD und Grünen verlangt die Prüfung der sogenannten Herkuleskreuzung sowie der Kreuzung der Bahnhofstraße mit der Bundesstraße 249. Würden die Kreisverkehre auf der Ost-West-Achse verwirklicht, könnten die Verkehrsteilnehmer vom Stadtbahnhof bis zum östlichen Stadtrand fahren, ohne an einer Ampelkreuzung stoppen zu müssen.

Die Eschweger Stadtverordnetenversammlung tagt am Donnerstag im Rathaussaal. Beginn der Sitzung ist um 19 Uhr.

Von Harald Sagawe

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