Grüne wollen dem Bismarckturm das Licht ausknipsen

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Bismarckturm in Eschwege

Eschwege. Die Eschweger Grünen wollen dem Bismarckturm das Licht abdrehen. Die nächtliche Anstrahlung des Gebäudes auf dem Leuchtberg soll abgeschaltet werden. Das fordert die Stadtverordnetenfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag, über den das Kreisstadt-Parlament in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag zu beschließen hat.

„Die Beleuchtung des Bismarckturms wird spätestens zum 1. November 2014 endgültig eingestellt“, heißt es in dem vom Stadtverordneten Armin Jung formulierten und von Fraktionsvorsitzendem Lothar Dietrich unterschriebenen Antrag. „Die Abschaltung erfolgt so, dass keine weiteren Aufwendungen für Betrieb, Wartung und Instandhaltung der Beleuchtungseinrichtung anfallen“, so Jung weiter. Im Klartext heißt das: Die gesamte Beleuchtungsanlage wird abgebaut. Nach Jungs Einschätzung spart die Stadt zwischen 3000 und 4000 Euro im Jahr. „Als freiwillige Leistung ist die Beleuchtung im Hinblick auf die notwendige Haushaltskonsolidierung verzichtbar“, argumentiert der Stadtverordnete. Jeder Euro, der durch Einsparungen erzielt werde, entlaste den Haushalt und damit auch die Bürger. Und Jung hat ein weiteres Argument für den Antrag seiner Fraktion: den ökologischen Gewinn. „Die Einsparung von Strom ist die wirkungsvollste Methode zur Minderung von CO2-Emissionen und zur Verringerung von Energieimporten aus den Krisenregionen der Welt“, so Jungs Begründung. Schließlich strebe die Kreisstadt Eschwege an, klimaneutrale Stadt zu werden. Die effizienteste Methode zur Erreichung dieses Ziels bestehe ebenfalls in der Einsparung von Strom. Die Eschweger Stadtverordnetenversammlung tagt am kommenden Donnerstag in der Stadthalle. Haushaltskonsolidierung steht im Mittelpunkt der Debatte. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr.

Von Harald Sagawe

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