Bauhof bietet Service an

Umlandkommunen reagieren unterschiedlich auf Service-Angebot von Eschweger Bauhof

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Der Bauhof der Kreisstadt Eschwege bietet den Umlandgemeinden umfangreichen Service an.

Eschwege. Während in Bad Sooden-Allendorf über das Serviceangebot des Eschweger Bauhofs nachgedacht wird, wollen Bürgermeister anderer Kommunen die Dienstleistungen lieber wie bisher in eigener Regie managen und winken ab, wenn über die Schließung eigener Einrichtungen diskutiert wird.

"Stand jetzt ist, dass wir keine Aufgaben unseres Bauhofs auslagern werden", sagt etwa Weißenborns Bürgermeister Thomas Mäurer, schränkt aber ein: "Niemand weiß, was in zwei oder drei Jahren ist."

Das sieht sein Wehretaler Amtskollege Jochen Kistner ebenso. Eine Übertragung der Aufgaben, so wie Berkatal das getan habe, sei schwierig, sagt Kistner und weiter: "Wir denken nicht daran, unseren Bauhof aufzugeben." Eine Übertragung von einzelnen Aufgaben kann er sich allerdings vorstellen. Kistner berichtet von Verhandlungen mit den Eschweger Stadtwerken über die Wasserversorgung in Wehretal. "Der Winterdienst und die Grünflächenpflege wird aber sicher bei uns bleiben. Gerade für diese beiden Aufgaben kann sich Meinhards Bürgermeister Hans Giller eine Kooperation mit der benachbarten Kreisstadt vorstellen.

"Grundsätzlich wollen wir darüber reden", sagt Giller und nennt "Mitte bis Ende des Jahres" als den Zeitpunkt für Gespräche. Meinhard und Wanfried, die gerade den gemeinsamen Zweckverband kommunale Dienste auflösen, werden nach Angaben von Bürgermeister Wilhelm Gebhard auch in Zukunft eng zusammenarbeiten, dann allerdings über eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung. Der Wanfrieder Verwaltungschef beschreibt die Kooperation als "gutes Miteinander", das reibungslos funktioniere. "Derzeit gibt es keinen Gedanken, weitergehender mit Eschwege zusammenzuarbeiten", sagt er.

Alexander Heppe, Bürgermeister der Kreisstadt, bietet den Nachbarn die Dienste des eigenen Bauhofs an: "Wir stehen als Partner für die Umlandgemeinden zur Verfügung." Es gelte Ressourcen und Steuergelder zu schonen.

Von Harald Sagawe

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