Programmheft zum Johannisfest beschäftigt sich mit dem Einstieg der Frauen

Frau für den Dietemann

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Programmheft: Grafiker Lars Walter von der Firma Grein, Bürgermeister Alexander Heppe und Organisator Uwe Gondermann stellen die Festschrift zum Johannisfest vor.

Eschwege. „Im Jahre 1953 beschloss die damalige Johannisfestkommission in unserer Heimatstadt, dem einheimischen Kunstmaler Walter Miritz den Auftrag für den Entwurf einer Johannisfestplakette zu geben, die daran erinnern sollte, dass die Chronisten schon vor 150 Jahren die erstmalige Teilnahme des weiblichen Geschlechts an diesem Fest registrieren konnten“, schreibt der Eschweger Historiker Gerd Strauß im Programmheft zum Johannisfest.

Unter dem Titel „Dem Dietemann die Dietefrau“ setzt er sich mit der Einbindung von Frauen in das Festgeschehen auseinander. In Erinnerung an dieses Ereignis im Jahr 1803 sei 1953, also erst 150 später, beschlossen worden, den Dietemann von zwölf Biedermeiermädchen begleiten zu lassen, so die Recherche des Historikers.

Das Programmheft ist mit einer Auflage von 6000 Exemplaren erschienen und soll, so Bürgermeister Alexander Heppe, auch die Menschen am Fest teilhaben lassen, die nicht unmittelbar mitfeiern könnten. Deswegen werden die Hefte vorrangig in den Seniorenheimen der Stadt verteilt. Darüber hinaus liegen sie aber auch bei der Stadt und einigen Einzelhandelsgeschäften aus und können kostenlos mitgenommen werden. Das Heft ist mit zahlreichen Fotos illustriert, die in früheren Jahren entstanden sind. Bürgermeister Heppe geht in seinem Grußwort auf die Besonderheiten des diesjährigen Johannisfestes ein, beschreibt das Motto „Fest der Freundschaften“ und die besondere Beziehung zu den Partnerstädten und die Patenschaften für Schiffe von Bundeswehr und Bundespolizei sowie für ein Flugzeug der Lufthansa.

Chronik zum Fest

Die einzelnen Veranstaltungen während des fünftägigen Festes vom 3. bis zum 7. Juli werden aufgelistet und im Detail beschrieben. Der Historiker Herbert Fritsche veröffentlicht eine Chronik in Stichworten mit einem Rückblick auf die wesentlichen Ereignisse zwischen 1871 und 1916. Die Gliederung der beiden Festzüge ist beschrieben, ein Hinweis auf die möglichen Auftritte der Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien im Viertelfinale am Freitag beziehungsweise am Samstag fehlt ebenfalls nicht. Spielt Deutschland am Samstag, wird das Spiel ab 18 Uhr im Festzelt auf Großleinwand übertragen.

Ein besonderer Hinweis gehört den Städtepartnerschaften und Patenschaften, hier besonders den Jubiläen: Die Verschwisterung mit Saint Mandé und Mühlhausen wurde vor 25 Jahren besiegelt, die Patenschaft für den Tender Werra hat die Kreisstadt vor 50 Jahren übernommen.

Von Harald Sagawe

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