Eschweger sollen für Wasser mehr bezahlen

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Eschwege. Die Eschweger werden vom kommenden Jahr an voraussichtlich mehr Geld für Wasser bezahlen müssen. Im Gespräch ist eine Preiserhöhung von etwa 25 Prozent. Die Betriebskommission bereitet gerade eine neue Gebührenordnung vor, mit der das aktuelle Defizit von 270 000 Euro aufgefangen werden soll.

Darüber hinaus ist nach Angaben von Bürgermeister Alexander Heppe der Wechsel zu einem modifizierten Abrechnungsmodell geplant. Während gegenwärtig nahezu der gesamte Wasserpreis über die Verbrauchsmenge kalkuliert wird, könnte in Zukunft zusätzlich eine monatliche fixe Grundgebühr erhoben werden. Die sogenannte Anschlussnutzungsgebühr für die rund 6800 Verbrauchsstellen in der Kreisstadt wäre dann neben den Kosten für den individuellen Verbrauch der zweite Faktor in der Kalkulation. Das Defizit ist entstanden, weil der Wasserverbrauch ständig sinkt - von 1,2 Millionen Kubikmeter vor wenigen Jahren auf aktuell deutlich unter eine Million Kubikmeter - gleichzeitig aber hohe und verbrauchsunabhängige Fixkosten zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur entstehen. Die machen fast siebzig Prozent der Wasserkosten aus. Empfiehlt die Betriebskommission während ihrer Sitzung am 1. Dezember die Grundpauschale und stimmt die Stadtverordnetenversammlung dem Modell am 11. Dezember zu, wird ein Teil darüber aufgefangen. Bürgermeister Heppe sieht darin größere Gebührengerechtigkeit. „Bisher haben Familien den Wasserverbrauch von Singlehaushalten mitfinanziert, das wird sich ändern“, so der Verwaltungschef, „entscheiden muss das aber die Politik.“ Unter dem Strich werden nahezu alle Verbraucher mehr Geld für Wasser bezahlen müssen. Heppe macht deutlich, dass die Erhöhung unvermeidlich ist, weil Gebührenhaushalte stets ausgeglichen sein müssten.

Von Harald Sagawe

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