Zahl der Einsatzkräfte stabil - Brandschutzerziehung und Jugendfeuerwehr rückläufig

Eschweger Wehren tagten

+
Neben den Beförderungen fanden auch zahlreiche Auszeichnungen und Prämierungen statt. Bürgermeister Heppe vereidigte außerdem Wehrführer und Stellvertreter von Eltmannshausen.

Eschwege. Trotz einer stabilen Mitgliederzahl in den Einsatzabteilungen, bei denen 20 Brandschützer für Einsätze sogar tagsüber von ihren Arbeitgebern freigestellt werden, mahnen die schwindenden Mitgliederzahlen der Jugendfeuerwehren zum Handeln.

Darin waren sich Stadtbrandinspektor Lothar John und Stadtjugendfeuerwehrwart Ralf Rathgeber in ihren Berichten am Dienstag auf der Jahreshauptversammlung der Eschweger Feuerwehren in Oberhone einig.

John betonte eingangs, dass die Brandschützer angesichts des umhergeisternden Schutzschirmgespenstes in Eschwege keine Angst vor Sparmaßnahmen haben müssten. „Es wurden keine unnötigen Ausgaben getätigt und keine unnützen Beschaffungen angemeldet“, sagte John. Auch die Feuerwehrhäuser seien in einem guten Zustand, nicht zuletzt dank der Eigenleistungen der Wehren.

10.129 Stunden im Einsatz

Insgesamt haben die Kreisstadtwehren im letzten Jahr 10.129 Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet, so der Bericht des Stadtbrandinspektors. Mit 5538 Stunden wurde mehr als die Hälfte der Zeit für die Schulung vor Ort aufgewendet, der Ausbildungsstand der Brandschützer sei daher durchweg gut. Dies sei bei dem umfassenden Einsatzspektrum der Feuerwehr unumgänglich, erklärte John.

Bei 59 Brand- und 75 Hilfeleistungseinsätzen wurde das erlernte Können 2012 gefordert. Die hohe Zahl von 60 Fehlalarmen in der Kernstadt sei auf die Brandmelder in der Psychiatrischen Tagesklinik zurückzuführen.

Patienten lösen den Alarm aus, weil sich dann die Türen öffnen und sie die Klinik verlassen können.

Respekt vor dem Engagement

Bürgermeister Alexander Heppe dankte den Feuerwehren für ihr ehrenamtliches Engagement: „Sie sorgen dafür, dass auch ich als Bürger gut schlafen kann.“ Beim Brand im Altenzentrum sei das Zusammenwirken unterschiedlicher Einsatzkräfte beeindruckend zu sehen gewesen. Auch Ralf Jatho von der Polizeidirektion Eschwege lobte die Feuerwehren. Wegen einer Personensuche habe er nachts um zwei bei John angerufen, nur 15 Minuten später hätten bereits 50 Mann für die Suche bereitgestanden.

Von Wolfram Skupio

Kommentare