Räumlichkeiten am Obermarkt sind bereits angemietet

Kreisstadt Eschwege baut Beratungsangebot aus: Familienbüro eröffnet bis Oktober

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Familienbüro: Spätestens ab Oktober haben Familien in Eschwege eine neue Erstanlaufstelle. Das Familienbüro erwartet Eltern mit ihren Kindern zu ersten Beratungsgesprächen. 

Eschwege. Das Familienbüro der Kreisstadt Eschwege wird in einem Ladengeschäft am Obermarkt eingerichtet. Eröffnung soll spätestens im Oktober sein.

Die Räumlichkeiten sind bereits angemietet. Die Suche nach dem Leiter der Einrichtung läuft. Das Büro wird erste Anlaufstelle und koordiniert die Angebote für Familien in der Kreisstadt.

Nach der Zertifizierung Eschweges als familiengerechte Kommune ist der nächste Schritt die Einrichtung des Büros mit praktischen Angeboten für die Menschen in der Kreisstadt. Dazu zählen auch die Willkommensbesuche in Familien mit Neugeborenen.

„Wir sehen das als Geste und wollen zum Ausdruck bringen, dass uns die neuen Eschweger willkommen sind“, sagt Jörn Engler vom Sozialamt der Kreisstadt. Natürlich würden die besuchten Familien bei dieser Gelegenheit auch sagen können, woran es ihnen fehlt und was in Eschwege verbesserungswürdig ist. Sechs Mitarbeiter werden diese Besuche im Auftrag der Stadt auf Honorarbasis übernehmen. Wer Interesse an einer solchen Aufgabe hat, kann sich unter 0 56 51/30 43 67 bis zum 1. August bei Engler melden.

Eine klassische Erstanlaufstelle

Für Ersten Stadtrat und Sozialdezernent Reiner Brill ist das Familienbüro mit seinem umfänglichen Angebot die logische Folge des Audits familiengerechte Kommune und der damit in Zusammenhang stehenden Beschlüsse der Politik. Die Besucher des Familienbüros erfahren Einzelheiten über die Betreuungsangebote, auf die Eltern in Eschwege zurückgreifen können.

Weitergehende Beratungen werden vermittelt, beispielsweise die für Schuldner. Das Familienbüro stellt Kontakte her zu anderen Dienstleistern wie der Familienbildungsstätte oder auch zu weiteren Behörden. „Wir sind ein klassische Erstanlaufstelle“, sagt Brill, „die Familien bekommen von uns einen Ansprechpartner.“ Die dritte Aufgabe des Büros: Projekte werden vorbereitet. Dazu zählen das Familienforum, aber auch die Gestaltung des öffentlichen Raums.

Auf einen Kaffee ins Familienbüro

Der Zutritt soll niedrigschwellig sein, sozusagen im Vorübergehen auf einen Kaffee. Den gibt es dann auch zum zwanglosen Gespräch serviert, während sich mitgebrachte Kinder in der Spielecke vergnügen können. Die Öffnungszeiten stehen noch nicht fest. Sie sollen sich in erster Linie an den Bedürfnissen der Nutzer des Familienbüros orientieren.

Vom Land gibt es einen Zuschuss in Höhe von 35 000 Euro für dieses Jahr.

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