Eschweger Unternehmer verzichtet auf Millioneninvestition

Ferienhäuser am Werratalsee: Investor steigt aus

Eschwege. Der Eschweger Unternehmer Jürgen Blackert verzichtet auf sein geplantes Engagement am Werratalsee in der Nähe der Kreisstadt.

Das teilte der Geschäftsmann am Freitagvormittag Wirtschaftsförderer Wolfgang Conrad mit. Gegenüber der Werra-Rundschau nannte Blackert fehlende Kooperationsbereitschaft vonseiten der Stadt als Grund für seinen Rückzug von dem Projekt.

Blackert wollte am Ufer des Freizeitsees zwischen zehn und zwölf Pfahlhäuser bauen und an Urlaubsgäste vermieten. Nach Angaben Conrads war ein Investitionsvolumen von bis zu 1,2 Millionen Euro geplant. Die Ferienhäuser sollten das Terrassenrestaurant ergänzen, das der Eschweger Christian Knolle am Nordufer des Werratalsees bauen will. Drittes Vorhaben in diesem Konzept zur Verbesserung des Freizeitwertes: die Wakeboardanlage. Beide Vorhaben sind nach Angaben Conrads vom Ausstieg Blackerts nicht betroffen.

„Wir werden jetzt einen anderen Investor für die Ferienhäuser suchen und auch finden“, sagt Wirtschaftsförderer Conrad. Ob die Urlauberdomizile als Pfahlbauten in Ufernähe, als schwimmende Häuser oder auch an Land entstehen, lasse der Bebauungsplan offen. Festgesetzt sei eine großzügige Bauweise, sagt Conrad: „Die Häuser sollen frei stehen.“ Diesem Anspruch könne gut entsprochen werden, wenn die Gebäude auf dem See statt an Land entstehen. Wohnen auf dem Wasser sei darüber hinaus besonders attraktiv.

Conrad bedauert die gestrige Absage Blackerts. „Das ist schade, weil wir viel Zeit in das Projekt investiert haben“, sagt der Wirtschaftsförderer. Außerdem beziehe sich die Unzufriedenheit des ausgestiegenen Investors mit der Verwaltung der Kreisstadt nicht auf das Projekt am Werratalsee. „In der Auseinandersetzung geht es um ein Haus von Herrn Blackert in der Innenstadt“, so Conrad.

Von Harald Sagawe

Kommentare