Hinweise, Geheimtipps, Must-haves - das alles ist "typisch Flair"

Festival-A bis Z: Vom Auftakt bis zum Zeltplatz beim Open Flair

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Was gehört auf jeden Fall zum Open Flair dazu? Wir geben Auskunft.

Eschwege. Das Open Flair ist seit Mittwochnachmittag in vollem Gang - ein Höhepunkt jagt den nächsten. Doch was sollte man in jedem Fall beachten, welche Geheimtipps gibt es und was ist einfach "typisch Flair"? Das Festival A bis Z klärt auf.

A wie Auftakt: Findet seit Einbeziehung der Seebühne dort statt und eröffnet am Mittwochnachmittag das Open Flair. Gestern waren es die Donots, die vom Open Flair als Überraschungsband erst kurzfristig bekannt gegeben wurden. Die offizielle Eröffnungsshow findet heute um 14 Uhr im E-Werk statt.

B wie Baumkreis: Dort, wo die Freibühne steht, wird das Publikum von Bäumen umkreist. Während der Anfänge des Festivals konnte man hier noch zelten. Seit den 1990er-Jahren wird der Platz im Platz als zweite Bühne genutzt.

C wie Catering: Gibt es sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Künstler. Hier ist es Jahr für Jahr besonders spannend, was sich die Bands wünschen. Das teilt das Management vorher mit. Champagner gehört zum Standard, seltene Zigarren besorgt die Crew aber auch.

D wie Damentoiletten: Hier entstehen auf dem Werdchen Jahr für Jahr die längsten Schlangen, obwohl fast 100 Möglichkeiten auf dem Platz bereitstehen. Insidertipp einer langjährigen Besucherin: Die in Richtung Werra seien weniger stark frequentiert. Viel Glück!

Fotos

E wie Eschwege: Im deutschlandweiten Festivalzirkus dank des Open Flair mittlerweile ein fester Begriff. Knapp 20 000 Einwohner, über 1000 Jahre alt. Dank der Open-Flair-Besucher verdoppelt die Kreisstadt fünf Tage lang ihre Einwohnerzahl. Mit dem Festplatz Werdchen bietet sie dem Open Flair die einmalige Möglichkeit, ein Festival fast direkt in der Innenstadt anzubieten.

F wie Fressmeile: Befindet sich zwischen Campingplatz und dem Festplatz Werdchen vor den beiden Autohäusern. Ist dieses Jahr noch größer als sonst und bietet eine kulinarische Weltreise. Guten Appo!

G wie Gigs: 120 Shows gibt es in den fünf Tagen Open Flair. Allein 60 Bands treten auf den drei großen Bühnen auf. Weitere Künstler spielen im E-Werk oder im Schlosspark. Dazu kommen zehn Walkacts, die sich zwischen Innenstadt und Camping verteilen.

H wie Heimspiel: So heißt nicht nur ein Live-Album der Fantastischen Vier, sondern gleich mehrere Bands haben es. Die Festival-Organisatoren laden immer einige Gruppen aus der Region ein. Am Freitag um 12.30 Uhr lohnt sich ein Besuch der Eschweger Punkband Trashkids an der Freibühne. Immer wieder hörenswert: Schippe Dreck am Freitag um 14.30 Uhr im E-Werk. 

I wie Idole: Die Descendents, 1978 in Kalifornien gegründet, haben den Melodic Hardcore wesentlich mitbestimmt und sind Idole für eine ganze Punkrock-Generation. Desendents veröffentlichten erst bei Epitaph, später bei Fat Wreck Chords.

Open Flair, Tag 2: Alle Bands der Seebühne

J wie Jugendburg: Hier fand im September 1985 das Ur-Flair statt. Die Burg Ludwigstein bei Witzen- hausen war Heimat des ersten Open Flair. Aufgetreten ist unter anderem Manfred Mann’s Earth Band.

K wie Kleinkunst: Gehört seit Beginn zum Open Flair dazu. War früher auch auf dem Platz beheimatet, seit 2004 in den Schlosspark verlagert. Rund 50 Shows beschäftigen sich mit der Kleinkunst. Dieses Jahr unter anderem dabei: Michael Krebs am Samstag um 21.30 Uhr und das Duo Mundstuhl am Sonntag um 20.45 Uhr.

L wie Lautstärke: Da das Open Flair im Innenstadtbereich und in der Nähe von Wohngebieten stattfindet, wird von den Anwohnern viel Toleranz verlangt. Ab 1 Uhr ist auf dem Werdchen Schluss, auf der Seebühne wird bis zwei Uhr gespielt. Ebenfalls um zwei sollen die Anlagen auf dem Campingplatz abgestellt werden.

M wie Minis: Für die Kinder wird ab Freitag auf dem Sportplatz hinter der Hauptbühne ein Spielefeld aufgebaut. Aktionen gibt es am Freitagnachmittag in der Innenstadt und im Schlosspark.

N wie Nachtwache: Die sorgen sowohl vor den Bühnen als auch auf dem Campingplatz dafür, dass nichts schiefgeht. Hier seid ihr sicher.

O wie Organisatoren: Der Arbeitskreis Open Flair mit rund 100 Mitarbeitern sorgt Jahr für Jahr dafür, dass das Festival ein Erfolg wird. Vor, während und nach des Flairs kommen fast 1000 Helfer dazu.

P wie Plastikbecher: gibt es überall auf den Plätzen aus Sicherheitsgründen. Wer den Pfand opfert, kann sie an die Organisation Viva con Aqua spenden. Mitbringen darf man Getränke nur in Tetra-Paks.

Q wie Quittenwein: Gibt es am Fruchtweinstand am Baumkreis. Sehr beliebt. 2011 gab es Proteste und Petitionen, als bekannt wurde, dass der Fruchtweinstand nicht kommt.

R wie Rettungskräfte: Haben an diesem Wochenende alle Hände voll zu tun. Von der Schnittwunde bis zum Kreislaufkollaps behandeln die 250 freiwilligen Helfer, die ihre Freizeit opfern, alles. Behandelt sie also gut.

S wie Seebühne: Seit drei Jahren Teil des Open-Flair-Konzepts. Als das Festival auf fünf Tage ausgebaut wurde, kam die Bühne am Werratalsee ins Spiel. Soll weiter ausgebaut werden.

T wie Tageskarten: Machen nur noch einen geringen Anteil der verkauften Tickets aus. Nicht verwunderlich: Eine Karte für den Samstag kostet beispielsweise 69 Euro – so viel wie die günstigsten Dauerkarten.

U wie Umwelt: Wo viele Menschen sind, entsteht auch viel Müll. Besonders auf dem Campingplatz. Deswegen wird ein Müllpfand erhoben. Trotzdem brauchen die Helfer Wochen, um die Felder von dem Unrat zu befreien: Also, keep clean.

V wie Verkehr: Wird in diesen Tagen komplett umgeleitet. Zwischen Campingplatz und Bühnen haben die Fußgänger das Sagen. Folgt der Beschilderung, dann wird alles gut.

W wie Werratalsee: Das ist der See hinter der Seebühne mit mehreren Stränden. Bietet eine herrliche Erfrischung. Das Seeungeheuer sieht nur, wer zuviel Q wie Quittenwein hatte.

X wie X-treme: Wird es, wenn es zu regnen beginnt. So wie 2014. Damals badeten die Besucher in riesigen Pfützen. In diesem Jahr besteht keine Gefahr. Mehr als ein paar kleine Schauer kommen nicht herunter, sagen die Experten. Ab Samstag wird es auch warm.

Y wie Youtube: Hier kann man Trailer oder Interviews mit den Bands des Flairs anschauen. Die beiden aktuellsten findet ihr unter: www.youtube.com/user/OpenFlairFestival oder www.youtube.com/user/werrarundschau

Z wie Zeltplatz: Rund 15 000 Menschen tummeln sich in diesen Tagen auf dem Zeltplatz. Benutzt werden mehrere abgeerntete Getreidefelder. Die Stimmung hier ist gigantisch. Wer feiern will, ist im Camp richtig. Party on!

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