Intendant Freytag reagiert auf Vorwürfe von Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling

„Festspiele in Gefahr“

Liegen im Streit: Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling und der Festspiel-Intendant Holk Freytag sind über das Festspiel Marketing nicht einer Meinung. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Die Bad Hersfelder Festspiele 2014 sind in Gefahr. Dies geht aus einer Erklärung von Intendant Holk Freytag hervor, mit der er gestern auf die neuerlichen Vorwürfe von Bürgermeister Thomas Fehling reagierte, der im Kulturausschuss der Stadtverordnetenversammlung von „zähen Gesprächen“ mit dem Intendanten und „mühsamen Verhandlungen“ um das Festspiel-Marketing berichtet hatte.

„Ich kann es nicht mehr zulassen, dass das Stadtoberhaupt, dem das Wohl der Festspiele anvertraut ist, jede Gelegenheit benutzt, den Festspielen zu schaden und meine Arbeit zu untergraben“, schreibt der Intendant in seiner Pressemitteilung.

Freytag fühlt sich grundlos beschuldigt und für Dinge verantwortlich gemacht, die Fehling selbst verursacht habe. Als Beispiele nennt er den verzögerten Vorverkaufsbeginn und die verzögerte Vorlage des Marketingkonzeptes. Mit der Weigerung, den Vertrag des Technischen Leiters der Festspiele zu unterschreiben, greife Fehling zudem erneut in das operative Geschäft der Festspiele ein.

Der Bürgermeister störe die arbeitsreichste Phase der Vorbereitungen permanent durch seine fachfremden Entscheidungen und grundlosen Angriffe, heißt es in der Erklärung weiter. Die Festspiele hätten durch die öffentlichen Debatten der vergangenen Monate bereits Schaden erlitten, stellt der Intendant fest. Bisher habe er dies nicht kommentiert. Weil der Bürgermeister nun aber die Festspiele 2014 gefährde, könne er es nicht mehr verantworten zu schweigen.

Abschließend schreibt Freytag: „Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft der Festspiele ist eine harmonische Zusammenarbeit aller Beteiligten. Ich bin dazu nach wie vor bereit.“ (Den Wortlaut der Erklärung finden Sie in unserem Online-Angebot)  Hintergrund

Von Karl Schönholtz

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