Vorgabe des Landes Hessen wird umgesetzt

Feuerwehren im Kreis sollen eigene Führungsstellen bilden

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Die Brandschützer setzen eine Vorgabe des Landes Hessen um.

Die Wehren im Werra-Meißner-Kreis rüsten um: Bei großen Schäden wie Hochwasser oder Unwetter sollen die Einsätze künftig nicht mehr über die zentrale Leitstelle in Eschwege koordiniert werden, sondern vor Ort über den Stadtverband – in direkter Kommunikation mit der Leitstelle.

Der vor Kurzem eingeführte digitale Funk in den Wachen, FRT (Fixed Radio Terminal) genannt, ermöglicht, dass die kommunalen Leitstellen von der zentralen Leitstelle eigene Funkkanäle bekommen. „Dadurch können wir eine eigene Leitstelle bilden, die in Verbindung zur Leitstelle in Eschwege steht“, erklärt Witzenhausens Stadtbrandinspektor Björn Wiebers. Einsatzpersonal und Fahrzeuge könnten so gezielt durch das Führungspersonal, das sich vor Ort auskennt, koordiniert werden. Zusätzlich hat die Witzenhäuser Wehr Versuche gestartet, Bilder mobil in den Stabsraum zu senden, sodass die Schadenslage besser eingeschätzt werden kann. „Es ist zu erwarten, dass die FRT-Standorte an Bedeutung gewinnen und bei Unwetter mehr genutzt werden“, sagt Wiebers. 

Unabhängige Stromversorgung ist nötig

Laut Sylvia Weinert von der Kreis-Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit werden die kommunalen Führungsstellen nach einer Vorgabe des Landes Hessen gebildet. Im August 2013 hätten die Kommunen den Bescheid erhalten, dass das Land die Umstellung auf Digitalfunk nur fördert, wenn die Kommunen Führungsstellen einrichten. Dazu müssen die Feuerwehrhäuser laut Weinert in der Lage sein, Faxe und E-Mails der Leitstelle zu empfangen. Dafür braucht es eine unabhängige Stromversorgung – wenn sonst überall das Licht ausgeht.

Während in Kommunen wie Hessisch Lichtenau und Großalmerode die Notstromaggregate dafür bereits in Betrieb genommen werden könnten und Sontra über keines verfügt, werden in Witzenhausen noch die entsprechenden Umbauten vorgenommen.

Von Nicole Demmer

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