Feuerwehren geht das Personal aus

Eschwege. Den Feuerwehren im Werra-Meißner-Kreis wird als Folge des Bevölkerungsrückgangs zunehmend die dünne Personaldecke Sorge bereiten. Das geht aus dem Masterplan zum Thema Brandschutz hervor, der den Wehren in der Rohfassung vorliegt.

Neben der Analyse der Strukturen auf Kreisebene würden bis Ende des Jahres auch für alle Städte und Gemeinden detaillierte Auswertungen und Zukunftsprognosen zur Entwicklung der Personalstruktur und der sich daraus ergebenden Einsatzmöglichkeiten für die Feuerwehren, das Rettungswesen und den Katastrophenschutz vorliegen, heißt es in einer Ankündigung. Der Kreis drängt darauf, das ehrenamtliche Engagement in den unterschiedlichen Hilfsorganisationen zu fördern. Neben den Kommunen seien auch die Arbeitgeber gefordert. Freistellung für Aus- und Weiterbildung sowie für Einsätze sei erforderlich.

Um Kinder und Jugendliche frühzeitig für die Arbeit zu begeistern und zur Mitarbeit zu gewinnen, wird neben der Brandschutzerziehung auch eine verstärkte Präsenz des Themas in den Schulen angestrebt. Frauen sollen ebenfalls stärker einbezogen werden. Nur die wenigsten Mädchen würden nach der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilungen übernommen. Kreisbrandinspektor Christian Sasse warnt davor, irgendwann auf Pflicht- oder Berufsfeuerwehren angewiesen zu sein. (hs)

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