Ausbildung: Firmen finden nur schwer Nachwuchs

Fleischer und Maler als Beruf unbeliebt

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Eschwege. Auch einen Monat nach dem Beginn des Ausbildungsjahres sind noch lange nicht alle Ausbildungsplätze besetzt. „Die Unternehmer der Region suchen händeringend nach Bewerbern, die sie in ihren Firmen aufnehmen können“, sagte Silke Sennhenn, Sprecherin der für den Werra-Meißner-Kreis zuständigen Agentur für Arbeit in Kassel.

Selbst in Trendberufen wie Automechatroniker gebe es offene Stellen. Die größten Probleme hätten Malerbetriebe und Fleischereien.

Aus dem Werra-Meißner-Kreis hatten sich im vergangenen Ausbildungsjahr 593 junge Männer und Frauen auf der Suche nach einer Lehrstelle bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Das waren 63 weniger als im Vergleichzeitraum zuvor. Im Werra-Meißner-Kreis selbst boten Firmen 831 Ausbildungsplätze an - 61 mehr als im vorherigen Ausbildungsjahr. „Viele Bewerber nehmen natürlich auch eine Stelle außerhalb des Landkreises an“, erklärt Sennhenn den scheinbaren Widerspruch der höheren Zahl von Bewerbern gegenüber den offenen Stellen. Tatsächlich sei Ausbildung zu einem Bewerbermarkt geworden, bei dem sich die jungen Leute die Jobs aussuchen und die Firmen ihre Stellen nicht besetzen könnten. „Vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen hätten deshalb ihre Bemühungen aufgegeben, sich Lehrlinge zu suchen“, sagte Sennhenn. (D.S.)

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