Sontra und Eschwege

450 Flüchtlinge verlassen den Kreis wieder

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Die Betten werden bald wieder leer sein: Die Erstaufnahmeeinrichtung im Feriendorf in Sontra

Sontra/Eschwege. Alle Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung in Sontra und der Notunterkunft in Eschwege werden bis Mitte Juni den Werra-Meißner-Kreis verlassen. Das teilte Hessens Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, jetzt mit. Aus Eschwege werden rund 300 Flüchtlinge, aus Sontra fast 150 Asylsuchende wegziehen.

„Wir reduzieren unsere aktiven Einrichtungen auf insgesamt 19 Standorte mit dann rund 20 000 Plätzen“, verkündete Grüttner gegenüber unserer Zeitung. Der Beschluss des Sozialministeriums war bereits im April gefallen, jetzt folgt die Umsetzung. Parallel dazu behalte man die bisherigen Einrichtungen als passive Reserve, die bei Bedarf wieder aktiviert werden könne. Das seien 20 Standorte mit rund 15 000 Plätzen. Die 148 Männer, Frauen und Kinder, die derzeit in der Feriensiedlung in Sontra beherbergt sind, werden am 6. Juni nach Fuldatal-Rothwesten umziehen. Am 14. uns 15. Juni geht es für 298 Menschen aus dem Friedola-Lager im Eschweger Industriegebiet nach Hanau. In Hessen wurden im vergangenen Jahr rund 80 000 Flüchtlinge registriert. 36 000 wurden weitergeleitet. Ziel des neuen Standortkonzeptes sei jetzt die Vermeidung von kurzfristigen wesentlichen Erhöhungen von Zuweisungen an die Kommunen und damit deren Entlastung, sagt Grüttner. (ts)

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