Vier Fußballklubs gehen neuen Weg in der Jugendarbeit

Förderverein will junge Talente im Kreis halten

Eschwege. Mit der Gründung eines Jugendfördervereins gehen die Fußballvereine SV 07 Eschwege, SVA Weidenhausen, SCE Germerode und FTSV Abterode einen neuen Weg in der Jugendarbeit.

Von der A- bis zur D-Jugend spielen die Nachwuchsspieler der vier Vereine ab dieser Saison in gemeinsamen Teams für den Jugendförderverein (JFV) Werra-Meißner Eschwege. Im Kreis gab es diese Art der Zusammenarbeit bisher noch nicht. In Hessen bildeten sich laut des JFV-Vorstandes allein im vergangenen Jahr bis zu 40 Vereine dieser Art. Die Verantwortlichen sind sich sicher, dass sich im Werra-Meißner-Kreis in naher Zukunft mehrere Jugendfördervereine gründen werden. „Wir wollen verhindern, dass die guten jungen Fußballer weiterhin den Werra-Meißner-Kreis in Richtung Kassel oder Baunatal verlassen“, nennt der dritte Vorsitzende Karl-Heinz Werner die Idee hinter der Vereinsgründung.

Das Ziel sei es, langfristig von der A- bis zur D-Jugend mit einem Team mindestens in der Gruppenliga Fuß zu fassen. Damit soll den Fußballern ermöglicht werden, im Werra-Meißner-Kreis auf hohem Niveau Fußball zu spielen. Eine Jugendspielgemeinschaft der vier Vereine hätte der hessische Verband aufgrund der hohen Anzahl an Spielern nicht genehmigt, sind sich die Verantwortlichen sicher. Der JFV will zweigleisig fahren. Es soll zum einen eine leistungsorientierte Mannschaft geben, in der die besten Akteure der vier Vereine zusammenspielen. In der zweiten Mannschaft spielen die Spieler, die den Fußball als Breitensport verstehen. Mit großem Interesse beobachten andere Vereine das Modell, so wie der FC Großalmerode. Ähnliche Pläne für eine solche Zusammenarbeit gebe es nicht. Aber der Vorsitzende Jürgen Baumann will nicht ausschließen, dass der FCG in Zukunft einen ähnlichen Weg gehen könnte.

Von Manuel Kopp

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