Kreistag entscheidet am Freitag über Resolutions-Antrag

CDU fordert „klares Bekenntnis“ zur A 44

Eschwege. Die CDU fordert ein „klares Bekenntnis zur Autobahn 44“. „Wir wollen, dass der Kreistag sich mit einer Resolution klar zu diesem Projekt bekennt“, kündigt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Stefan Schneider einen entsprechenden Vorstoß der Christdemokraten für die  Sitzung des Parlamentes am Freitag an.

Die CDU reagiert damit auf Äußerungen, mit denen die Autobahn erst zuletzt wieder in Frage gestellt worden war. „Auf die Attacke der südhessischen Bundestagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, Daniela Wagner, gegen unsere Autobahn muss es eine deutliche Reaktion der Vertretung der Menschen in der Region geben“, fordert Schneider.

Diese Reaktion werden Schneider und die CDU bekommen. An einer deutlichen Mehrheit für den CDU-Antrag dürfte es keinen Zweifel geben, nachdem gestern auch SPD-Fraktionschef Lothar Quanz ankündigte: „Wir werden der Resolution selbstverständlich zustimmen.“ Ganz anders beurteilt der Koalitionspartner der Sozialdemokraten den Antrag: Sigrid Erfurth, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen macht deutlich, dass es beim grundsätzlichen Nein bleibt.

Die Freien Wähler ließen ihr Abstimmverhalten gestern offen. Die Fraktion berate noch über den CDU-Antrag, so der stellvertretende Vorsitzende Andreas Hölzel. Grundsätzlich befürwortet die FWG das Autobahnprojekt, meldet aber unnachgiebig erhebliche Vorbehalte gegenüber der Streckenführung an.

Unumstritten ist das Projekt Autobahn 44 im Werra-Meißner-Kreis nie gewesen. Inzwischen mehren sich auch innerhalb der SPD Stimmen, die die Sinnhaftigkeit in Frage stellen. Hinter vorgehaltener Hand werden der ökonomische Nutzen bezweifelt und der ökologische Schaden beklagt. „Offen würde ich das aber nie sagen“, so ein führender Eschweger Sozialdemokrat.

Von Harald Sagawe

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