10 Jahre Kunstverein: Ein Forum für Künstler

Präsentierten das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten anhand von Kinderzeichnungen: die Brüder Grimm, die das Bühnenprogramm beim Festkommers zur Feier des Kunstvereins Eschwege gestalteten. Im Bild ist Stefan Becker zu sehen. Foto: Weber

Eschwege. Es war ein kleines, aber feines Fest, wie Landrat Stefan Reuß gesagt hat: der Kunstverein Eschwege feierte am Wochenende sein zehnjähriges Bestehen.

„Das Programm des Kunstvereins ist so abwechslungsreich wie ein wohl sortierter Weinkeller“, sagte Reuß. Auch Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe gratulierte den im E-Werk versammelten Kunstfreunden: „Der Verein hat etwas bewirkt, und er hat Menschen mit einer latenten künstlerischen Ader vor allem dazu bewegt, aktiv mitzumachen.“

Dabei war der Start vor zehn Jahren etwas holprig, wie Gründungsmitglied Thomas Große wissen ließ. Denn zuerst mussten einige Diskussionen über die Ausrichtung des Vereins ausgefochten werden: Sollte der Kunstverein ein Forum für heimische Künstler sein? Oder sollte er vielmehr Kunst nach Eschwege holen?

Unter dem Vorsitz von Angelika Knapp-Lohkemper entschied sich der Verein für letzteres - ohne ersteres jedoch ganz zu vernachlässigen. Denn ein guter Teil der Mitglieder des Kunstvereins betreibt selbst die Kunst als Hobby und hatte zuletzt bei der Jubiläumsausstellung „Kunst statt Krempel“ die Gelegenheit, die eigenen Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren. Aber auch an Aktionen wie „Kunst in der Kiste“, die in Eschweger Schaufenstern zu sehen waren, waren regionale Künstler beteiligt.

Den Lichthof des Hochzeitshauses konnte der Verein ansonsten als einen Ort für Ausstellungen von namhaften zeitgenössischen Künstlern etablieren, wobei der Vorstand sich immer auch bemüht, möglichst vielen Interessen und Geschmäckern Rechnung zu tragen. Außerdem organisierte der Verein Ausstellungsbesuche und eine Sommerakademie.

Große Resonanz erzielten die Fotowettbewerbe, weshalb der nächste schon für Ende dieses Jahres auf dem Programm steht. Angelika Knapp-Lohkämper zeigte sich zufrieden mit dem, was der Kunstverein in seinen ersten zehn Jahren erreicht hat, nämlich Kunst, Künstler und Kunstinteressierte zusammenzubringen.

Von Kristin Weber

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