Freibäder im Werra-Meißner-Kreis machen Verluste

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Wenig Gäste: Bademeister Thomas Neuman hat im Sontraer Freibad Zeit sich um die Pflege der Anlage zu kümmern.

Werra-Meißner. Nicht zufrieden sind die Betreiber der Freibäder im Kreis mit der Auslastung in der aktuellen Saison. Noch vor der offiziellen Schließung und vor Ende der Sommerferien sprechen die Kommunen von einem „sehr schlechten Ergebnis“.

In Wanfried wird jetzt sogar überlegt, das Freibad bei schlechter Witterung ganz zu schließen, um Betriebskosten einzusparen. „Dieses Thema muss mit dem Förderverein besprochen werden“, sagt Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard. In Waldkappel und Witzenhausen wurden die Öffnungszeiten bereits reduziert.

Wanfried

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Bislang kamen in diesem Sommer 11 600 Besucher in das Schwimmbad nach Wanfried. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es während der gesamten Saison 17 900 Badegäste (35 Prozent mehr). Offiziell endet die Badesaison am 31. August. Eine angedachte Verlängerung bis in den September wird aufgrund der schlechten Wetterprognosen wohl nicht in Betracht gezogen. Für den Haushalt der Stadt hat der schlechte Sommer verheerende Folgen. Die Stadtverwaltung hatte mit Einnahmen von 40 000 Euro geplant. Bislang haben die Eintrittsgelder 29 000 Euro in die Stadtkasse gespült.

Sontra

Nicht annähernd erreichen die Besucherzahlen in Sontra das Vorjahresergebnis. Laut Schwimmmeister Thomas Neumann zahlten im vergangenen Jahr an guten Tagen bis zu 1400 Besucher Eintritt. Davon sei man in diesem Jahr weit entfernt. „Nur im Juli war das Freibad gut besucht. Außerdem ist auf die Dauerkartenbesitzer Verlass“, sagt Thomas Neumann.

Waldkappel

Ebenfalls dürftig sind die Besucherzahlen in Waldkappel. Dafür halten sich die finanziellen Einbußen im Rahmen. Auch weil Stadtverwaltung und Förderverein rechtzeitig reagiert haben. Die Öffnungszeiten sind momentan auf 17 bis 19 Uhr reduziert. Außerdem habe sich der gute Dauerkartenverkauf bemerkbar gemacht. 168 Saisonkarten und damit fast 10 000 Euro hat der Förderverein mit einer Verkaufsaktion im April für das Waldkappeler Schwimmbad eingenommen. „Wir haben deutlich mehr Saisonkarten verkauft als im vergangenem Jahr“, sagt Andreas Heine vom Schwimmbad-Förderverein.

Datterode

„In Datterode sind die Einnahmen um 23 Prozent eingebrochen“, erklärt Jutta Sippel, Kassiererin des Fördervereins. In der vergangenen Saison wurden rund 3500 Einzelkarten verkauft, in diesem Jahr waren es knapp 1800 und davon allein am heißen Pfingstwochenende rund 600. Bad Sooden-Allendorf Das Freibad Bad Sooden-Allendorf hatte in dieser Saison mit 20 000 Besuchern etwa 7000 weniger als im vergangenen Jahr. Damit sanken die Einnahmen von 72 000 auf 63 300 Euro. „Das Wetter ist für uns eine Katastrophe“, sagt Hans-Jörg Müller vom Freibad. (ts/dir)

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