Freier Lauf für Fantasien

Finale des Eschweger Schützenfestes: Alexander Heppe zelebriert Schinkengericht

Staatsanwalt Alexander Heppe tischt auf: Die Herrentorte des Eschweger Schützenvereins. Fotos: Möller

Eschwege. Wenn Hermann Löns und die brennende Heide besungen wird, Stefan Schneider an der Orgel im Text leicht abgewandelte Choräle anstimmt und ein gnadenloser Staatsanwalt in Person von Alexander Heppe die Szene betritt, dann ist zum Finale des Eschweger Schützenfestes das Schinkengericht angesagt.

Gut gestärkt durch Stefan Happels Leckereien, wurde völlig undemokratisch die Immunität des neuen Königshauses aufgehoben, gab es weder Widerrede noch Einspruch, war für die „Delinquenten“ das einzig Positive, die Höhe der Strafen waren stabil geblieben. Diese wurden auf Heller und Cent an die „Kralle“ gezahlt, die, unterstützt durch drei helmbewehrte Männer aus dem Volk von Hägar dem Schrecklichen und dem „Running Gag 2015“ Stefan der rote Blitz Schneider, einiges zu tun hatte, um Strafen und Gema zu verbuchen. Da hatte es Michael Schmidt als Streuartikelverkäufer schon etwas leichter, wenn gleich er immer ein Wahlplakat von Alexander Heppe am Mann führen musste.

Verfehlungen und Anekdoten, anhand von aufdeckenden Fotos als eindeutiges Beweismaterial identifiziert, erheiterten die Schützenfamilie, durfte aber keiner zu laut lachen, konnte er doch der nächste sein, den der Staatsanwalt nach vorne zitierte. Selbst die Schnapsfläschchen klopfenden Damen kamen nicht ungeschoren davon, die, insgesamt gesehen, aber in allen Belangen eine gute Figur machten. Zu den Höhepunkten zählte die Nachlese aus 2014, in der König Simon Barthels und sein Adjutant Michael Schmidt einen breiten Raum einnahmen. Frei nach dem Staatsanwaltmotto mit etwas Fantasie lässt sich aus jeder lustigen Angelegenheit eine Straftat konstruieren, klingelte die Euro-Kasse, war nach dem ersten Hammerschlag auch das Lampenfieber von Alexander Heppe verflogen. Und wenn „Soostie“ Soostmann als Großwildjäger in der Serengeti des Eschweger Schützenvereins in Erscheinung trat, Günther Grüning die kleinen Sünderlein zum Besten gab und die Bootsfahrt anlässlich des Pichelsteiner Festes dank des gewichtigen Stefan Schneider fast zum Fiasko wurde, dann hagelte es Strafen.

Einen besonderen Leckerbissen zelebriert der Staatsanwalt seinen Gästen, tischte mit der Herrentorte aus Gehacktes und dem Wurstbrot (eine Stracke mit einer Scheibe Brot als Belag) rustikale Leckereien auf. Catwalk einmal anders präsentierten Simon Barthels und Jochen Grüning, während der vorjährige König und seine Elisa, ganz in Weiß, zu den Klängen des Hochzeitsmarsches den Raum betraten, angeführt von dem liebreizenden Blumenmädchen Utta Grüning.

Von Dieter Möller

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