Fünf Kommunen planen gemeinsamen Schutz vor Hochwasser

+
Auslöser: Das Hochwasser im vergangenen Juni war der Aufhänger für die fünf Kommunen entlang der Werra beim Hochwasserschutz zusammenzuarbeiten. Der Werratalsee (links oben) könnte Teil des Schutz-Konzepts werden.

Eschwege. Die fünf Werra-Kommunen Wanfried, Eschwege, Meinhard, Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen haben sich auf der Suche nach optimalem Hochwasserschutz zusammengetan. Jetzt wollen sie in einer Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) gemeinsame Lösungswege finden. Das Projekt ist deutschlandweit einzigartig.

Das Land Hessen hat großes Interesse an den Ergebnissen dieser Kooperation geäußert. Das Pilotprojekt „Hochwasserschutz entlang der unteren Werra“ könne auch für andere Regionen Modell stehen. Es gebe Möglichkeiten, das Hochwasser zu lenken oder zu kontrollieren, sind sich die fünf Kommunen sicher. „Jede einzelne Hochwasserschutzmaßnahme hat Auswirkungen für die umliegenden Werraanrainer, darum wollen wir ein Gesamtprojekt auf den Weg bringen“, sagte Engelbert Thielemann, Fachdienstleiter Planen und Bauen der Stadt Eschwege, dem die Projektleitung für ein deutschlandweit einzigartiges Pilotprojekt übertragen wurde. Noch in diesem Jahr soll die Erstellung einer Hochwasserschutzstudie für die 61 Flusskilometer von Wanfried bis nach Witzenhausen in Auftrag gegeben werden. Alle fünf Kommunen erwarten daraus sinnvolle Vorschläge für Hochwasserschutz-Maßnahmen. „Die Studie soll die optimale Gesamtlösung benennen“, sagt Thielemann, der die Kosten der Studie mit etwa 80 000 Euro bezifferte, die bis zu 85 Prozent vom Land Hessen gefördert werden. Mindestens 15 Prozent werden die Kommunen selbst aufbringen müssen. Zu einem Abstimmungsgespräch begrüßte Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe jetzt 13 Vertreter der Kommunen, des Ingenieurbüros Richter + Kaup sowie der Oberen Wasserbehörde und des Kreises. Auch nach der Planungsphase wollen die fünf Kommunen weiter intensiv zusammenarbeiten.

Von Tobias Stück

Ein Interview zu diesem Thema lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der Werra-Rundschau.

Kommentare