Am 17. Mai findet eine Typisierungsaktion in der Dünzebacher-Torturmhalle statt

Fünfjähriger Henrik aus Eschwege braucht dringend Hilfe

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Braucht dringend eine Knochenmarkspende: Der fünfjährige Henrik Wolf aus Eschwege leidet an einer seltenen Erbkrankheit.

Eschwege. Der fünfjährige Henrik Wolf aus Eschwege spielt am liebsten mit dem Bergwacht-Set von Playmobil. „Es gibt dort einen Krankenwagen, mit dem er dann Menschen rettet“, erzählt seine Mutter, Annette Wolf. Doch nun muss Henrik selbst gerettet werden. Seit seiner Geburt leidet er an einer extrem seltenen Erbkrankheit, der septischen Granulomatose.

Seine weißen Blutkörperchen können ihren Beitrag zur Immunabwehr nicht erfüllen, und so breiten sich Krankheitserreger wie Bakterien und Pilze ungehindert in seinem Körper aus. Lange wurde die Krankheit nicht erkannt, immer wieder kam Henrik mit hohem Fieber und Entzündungen ins Krankenhaus und musste operiert werden. Bis es Ärzten aus Göttingen gelang, die Krankheit zu diagnostizieren. „Nun steht fest, dass eine Blutstammzellentransplantation die einzige Chance zur Heilung für Henrik ist“, sagt Dr. Hans Neumeyer, der sich in Göttingen seit 20 Jahren für den Aufbau einer Knochenmarkspenderdatei engagiert.

Mit Unterstützung des Vereins „Hoffnung e. V.“ rufen die Eltern, Annette und Klaus Wolf, deshalb dazu auf, dass so viele Menschen wie möglich ihr Blut typisieren und sich in die zentrale Datenbank aufnehmen lassen. Denn nur wenn ein passender Spender gefunden wird, gibt es Hoffnung für Henrik. Freunde der Familie, allen voran Michael Schmidt, haben in kürzester Zeit eine Typisierungsaktion in Eschwege organisiert.

Diese findet am 17. Mai von 10 bis 18 Uhr in der Dünzebacher-Torturmhalle statt. Typisieren lassen kann sich jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 55 Jahren durch eine Blutabnahme. Um die Aktion zu finanzieren werden allerdings auch Geldspenden benötigt, da die Analyse des Blutes ist teuer. Dazu haben die Organisatoren ein Spendenkonto bei der Sparkasse Werra-Meißner eingerichtet (Kasten). „Wir hoffen dass mindestens 1000 Menschen kommen und sind für die Hilfe unendlich dankbar“, sagt Klaus Wolf.

Fünf Millionen Daten in Knochenmarkspenderdatei erfasst

Das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland kann auf die Daten von fünf Millionen Spendern zugreifen. Damit ein Spender gefunden werden kann, muss diese Datenbank ständig erweitert werden. Bei der Typisierung wird eine Blutporobe abgenommen. Sollte der passende Spender darunter sein , wird dieser für weitere Untersuchungen kontaktiert. Doch ist eine Typisierung teuer. Deshalb sind die ehrenamtliche Organisatoren auf Spenden angewiesen.

Auch für Henrik wurde ein Spendenkonto bei der Sparkasse Werra-Meißner eingerichtet: Hoffnung e. V. Sonderkonto Henrik Wolf, Kontonummer: 74419, Bankleitzahl: 52250030.

 Von Kristin Weber

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So funktioniert eine Knochenmarkspende

 

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