Doppeljahrgang sorgt für Rekordzahl an Eschweger Gymnasium

G-8-Schüler erzielten die besten Ergebnisse

Eschwege. An den Eschweger Gymnasien schreiben in diesen Tagen die Schüler des Doppeljahrgangs aus G8 und G9 die Abiturprüfungen. Während die Zahl der Abiturienten am Beruflichen Gymnasium nicht wesentlich von der früherer Jahre abweicht, liegt sie am Oberstufengymnasium (OG) deutlich darüber.

In gewöhnlichen Jahren werden am OG durchschnittlich 120 junge Menschen zum Abitur geführt, jetzt sind es 171. „Die Zusammenführung war für alle eine Herausforderung, die sehr gut gemeistert wurde“, sagt Schulleiter Wolfgang Stenner, „unsere Schüler, Eltern und Lehrer haben gezeigt, dass nicht das System über den Erfolg entscheidet, sondern die Menschen, die sich den Herausforderungen stellen und gemeinsam Lösungen suchen.“

Sein Kollege von den Beruflichen Schulen, Manfred Zindel, gibt zu bedenken, dass Probleme von G-8-Schülern schon zu Beginn der Oberstufenzeit vor knapp drei Jahren aufgefallen wären, wenn es sie gegeben hätte. „Alles läuft ruhig und planmäßig“, sagt Zindel.

Das bestätigt auch Reiner Standke vom Schulamt und nennt den Grund: „Wir haben uns schon sehr frühzeitig auf den Doppeljahrgang eingestellt.“ Erkenntnisse über die Abiturergebnisse des Doppeljahrgangs gibt es in Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen. An der Rhenanusschule und an den Beruflichen Schulen haben G8er und G9er bereits im vergangenen Jahr gemeinsam Abitur geschrieben. „Die Angst einiger Eltern, dass G-8-Schüler schlechter abschneiden könnten, haben sich nicht bewahrheitet“, sagt Schulleiterin Christina Linke. „Im Gegenteil: Die besten Ergebnisse haben G-8-Schüler erzielt. An dem Sportgymnasium haben vergangenes Jahr 76 Schüler das Abitur abgelegt, in diesem Jahr sind es 39.“

„Keine Unterschiede“, weder im Ablauf noch in den Ergebnissen hat die stellvertretende Leiterin der Beruflichen Schulen in Witzenhausen, Begga Breiding, festgestellt.

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