Pink Ribbon Tour gegen Krankheit machte auch Halt in der Kreisstadt

Mit dem Fahrrad gegen den Brustkrebs

Wurden vom Bürgermeister Alexander Heppe (vierter von links) in Eschwege willkommen geheißen: Bärbel Lehmann, Volker Schwichtenberg, Teamleiter Sven Frommhold (Zwickau), Ute Schwichtenberg und Siegmund Schulz (von links) Foto: Pflug

Eschwege. Über 1000 Kilometer lagen schon hinter Ihnen und 60 Kilometer noch vor ihnen, als die fünf Radfahrer am Freitagmorgen in Eschwege starteten. Sven Frommhold, Bärbel Lehmann, Siegmund Schulz, Ute und Volker Schwichtenberg wollen ein Zeichen setzen gegen Brustkrebs und sind daher Mitglieder des Team Zwei der Pink Ribbon Radtour 2014.

Insgesamt Vier Teams fuhren bei der Tour 14 Tage lang auf dem Fahrrad quer durch Deutschland. Ihre Strecke hat die Form einer riesigen Schleife, dem Symbol der Solidarität mit an Brustkrebs erkrankten Frauen und ihrem Umfeld, und soll Aufmerksamkeit schaffen dafür, wie wichtig die Früherkennung im Kampf gegen die bei Frauen in Deutschland häufigsten Krebserkrankung ist.

Teamleiter Frommhold ist bereits seit 2012 dabei, als die Aktion von Pink Ribbon Deutschland zum ersten Mal stattfand. „Auf den Touren merken wir, dass unsere Aktion und das Thema Brustkrebs, die Menschen berührt. Man kommt ins Gespräch und sensibilisiert die Menschen. Das ist wichtig, denn je eher die Krankheit diagnostiziert wird, umso höher die Chance geheilt zu werden“, sagt der Zwickauer Frommhold. Aber es gehe auch darum den Betroffenen Lebensmut zu spenden und mit dem Tour-Tagebuch (auf www.pinkribbon-deutschland.de) zu zeigen, wie schön Deutschland ist.

Auch für Volker Schwichtenberg, der zum ersten Mal beim dem von Ernsting’s Family unterstützten Tour dabei ist, ist die Verbindung von Sport, Naturerlebnis und Städtetour, einer der Gründe für die Teilnahme. Es sei schön noch unbekannte Ecken Deutschlands zu erkunden. Sicherlich würde man auch auf zukünftigen Reisen noch einmal Halt im Werratal machen „und es hat definitiv die schönsten Radwege unserer Tour“. Doch die Teilnahme hat auch einen weiteren, viel ernsteren Hintergrund. Seine Frau Ute erklärt: „Wir fahren für eine gute Freundin, die zurzeit dem tückischen Verlauf einer Brustkrebserkrankung trotzt.“ Der Gedanke an ihre Freundin und was sie schon geschafft hat, habe sie motiviert, wenn der Berg zu steil schien oder die Energie nachgelassen habe, sagt die Chemnitzerin.

Ziel der letzten Etappe war der Kasseler Friedrichsplatz, wo die Fahrer gemeinsam mit Gästen feiern und mit tausend rosafarbenen Ballons ein Zeichen gegen Brustkrebs setzen wollten.

Von Michaela Pflug

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