Künftiger Standort auf der Werraman-Wiese

EAA geht raus aus der Eschweger City

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Stadtmanager Wolf-Dietrich von Verschuer steuert große Ziele an.

Eschwege. Die Eschweger Automobilausstellung (EAA) zieht um. Sie wird nicht mehr in der Eschweger Innenstadt ausgerichtet, sondern auf der sogenannten Flussbadeanstalt, der Grünfläche, die jährlich als Wechselzone für den Volkstriathlon Werraman fungiert. Der Auszug der Autohändler aus der Stadt ist eine Konsequenz des Streits um die vier verkaufsoffenen Sonntage, die jährlich in der Stadt zugelassen werden.

Im Frühjahr hatte es um die Verteilung dieser vier Sonntage, für die es fünf Bewerber gab, böses Blut gegeben. Zwar setzten sich die Autohändler zu Lasten der Einzelhändler durch, die für den später abgesagten „Frühlingszauber“ ebenfalls am Sonntag öffnen wollten, da sie sich von der EAA nicht die entsprechenden Umsätze erwarteten.

„Es hat viele Verletzungen gegeben“, sagt Stadtmanager Wolf-Dietrich von Verschuer. Die Autohändler hätten letztlich die Konsequenzen gezogen, auch weil sie sich auf der Grünfläche besser präsentieren könnten als in der Innenstadt. „Der Fahrplan ist auf zwei Jahre festgelegt, dann sehen wir weiter“, sagte Verschuer. Durch den Umzug werde jedenfalls wieder ein verkaufsoffener Sonntag in der City frei.

Erweist sich die Verlegung der EAA als Erfolgsmodell, hat das Stadtmarketing eine weitere Ausstellung in petto. „Wir haben die Idee, eine Werra-Meißner-Show auf dem Werdchen zu veranstalten, wo sich alle Unternehmen aus dem Kreis präsentieren können“, sagt Verschuer. Vorbild seien die Gewerbeschauen in Wanfried und Sontra, die jedoch sehr lokal ausgelegt seien. Ob sich die Überlegungen in die Tat umsetzten ließen, stehe allerdings noch nicht fest.

Klar ist jedenfalls, dass eine solche Veranstaltung einen langen Vorlauf braucht. „Mindestens ein Jahr, wenn die Entscheidung gefallen ist“, sagt Verschuer. Das bedeute, dass die Werra-Meißner-Leistungsschau frühestens im Jahr 2014 erstmals über die Bühne gehen kann.

Von Dieter Salzmann

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