Geld für seltene Papiere

Displaced Persons Camp: Stiftungen finanzieren Dokumente für das Stadtarchiv

Stiftungsgeld: (von links) Bürgermeister Alexander Heppe überreicht die Stiftungsbescheide an Dr. Karl Kollmann, Eva Bohr, Antje Rauschke und Brigitte Kiese. Foto: Sagawe

Eschwege. Über das Displaced Persons Camp bei Eschwege, in dem nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem Flüchtlinge jüdischen Glaubens aus Osteuropa eine vorübergehende Bleibe fanden, gibt es nur wenige Unterlagen. Als die Gelegenheit bestand, aus einem privaten Antiquariat Dokumente zu kaufen, griff die Historische Gesellschaft des Werratals zu und erwarb die Papiere für das Stadtarchiv. Die Finanzierung des seltenen Materials übernahmen zum weit überwiegenden Teil die Sparkassenstiftung mit einem Zuschuss in Höhe von 2000 Euro sowie die Eschweger Stadtstiftung, die 1500 Euro beisteuerte.

Bürgermeister Alexander Heppe überreichte den Stiftungsbescheid gestern an Dr. Karl Kollmann. „Ein kleiner Teil Eschweges steht mit der Gründung des Staates Israel in Verbindung“, sagte Bürgermeister Heppe zur Bedeutung des Camps auf dem Gelände des früheren Flugplatzes. Geld von der Stadtstiftung gab es gestern für drei weitere Projekte. Das Kuratorium schlug vor und der Magistrat beschloss, dass der Anne-Frank-Schule 500 Euro für die Suchtprävention zur Verfügung gestellt werden. Antje Rauschke berichtete, dass davon ein Improvisationstheater mitfinanziert wurde. Die Schauspieler - Drogenabhängige, die inzwischen clean sind, konfrontieren die Jugendlichen mit ihren Erfahrungen und beantworten die Fragen der Schüler. 200 Euro bekommt das Hospiz- und Palliativnetz Werra-Meißner für die Ausrichtung des Aktionstages im November. Trauer wird das Thema sein, berichtete gestern Brigitte Kniese.

Im Werra-Meißner-Kreis gibt es nach Angaben Eva Bohrs von der Fachstelle für Suchthilfe und Prävention zahlreiche Spielhallen. Um auf das Angebot der Beratungsstelle aufmerksam zu machen, wurden Flyer im Visitenkartenformat zum Auslegen in den Spielhallen gedruckt. Dafür gibt die Stiftung 300 Euro.

Von Harald Sagawe

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