46-Jähriger vor Gericht

Geldsorgen: Mann klaut Schienen von stillgelegter Bahnstrecke bei Eschwege

Eschwege/Hessisch Lichtenau. Sich ein bisschen Geld dazu verdienen wollte ein 46-jähriger Mann aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Er entschied sich Ende des Jahres 2013, auf der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Hessisch Lichtenau und Eschwege gut 25 Meter Schienen abzubauen und an einen Schrotthändler zu verkaufen.

Der Mann wurde schon bei dem Diebstahl von der Polizei erwischt Am Dienstag musste er sich vor dem Amtsgericht Eschwege verantworten. Der 46-Jährige, der laut einem Gutachten an Schizophrenie leidet, gestand die Tat gleich zu Beginn der Verhandlung ein. „Das war dumm von mir.“ Er habe jedoch gedacht, dass sein Diebstahl niemandem auffallen würde – und er der Kommune noch einen Gefallen tun würde, weil die sonst für die Entsorgung der Altlasten zuständig sei.

Reich geworden wäre der Angeklagte mit dem Metall aber nicht: Pro Kilo gebe es 15 bis 20 Cent, sagte der Staatsanwalt. Er beantragte, das Verfahren vorläufig einzustellen: Zum einen begebe sich der 46-Jährige nächsten Monat in Therapie, um zu lernen, mit seiner Schizophrenie zu leben. Zum anderen hätte eine Gesamtstrafe mit einem Cottbuser Urteil gegen das Versicherungsgesetz gebildet werden müssen, die aber für sich alleine schon ausreiche. Die Richterin folgte unter Zustimmung des Anwaltes dem Antrag.

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