Neujahrsempfang im E-Werk

SPD Eschwege: Vorsitzender Alexander Feiertag stimmte auf den Wahlkampf ein

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Kommunalpolitisches Sofa: Staatsminister Michael Roth (links) hatte das Zepter in der Hand und befragte Alexander Feiertag (rechts) sowie die Landtagsabgeordneten Lothar Quanz und Dieter Franz, die auf zwei gemütlichen Sofas auf der Bühne Platz genommen hatten.

Eschwege. Gemütlich und familiär: Beim Neujahrsempfang der Eschweger SPD im E-Werk ging es am Sonntagmittag entspannt zu. Die Sozialdemokraten begrüßten aber nicht nur das neue Jahr, sondern stimmten sich auch auf die heiße Phase des Kommunalwahlkampfs ein.

„Klar geht es heute auch um die Kommunalwahl, da werden die Karten neu gemischt“, sagte Eschweges Ehrenbürgermeister Jürgen Zick – der routiniert die Veranstaltung für die Sozialdemokraten fotografierte.

Hausherr und Vorsitzender der Eschweger SPD, Alexander Feiertag, stimmte in seinen Begrüßungsworten dann die Gäste auf die Wahlkampfthemen der Sozialdemokraten ein. „Die Wahl ist ein zentrales Thema, aber es geht auch darum Schwung für die kommenden fünf Jahre zu holen.“

Feiertag fasste die vier zentralen Themen  der Eschweger Sozialdemokraten zusammen, über die dann beim Essen – das die Männerköche Eschwege zubereiteten – diskutiert wurden. „Hier können heute ganz entspannt Ideen ausgetauscht werden“, sagte Feiertag.

1. Flüchtlinge integrieren 

Die Flüchtlinge stehen auch bei den Sozialdemokraten ganz oben auf der Agenda. „Dies ist ein Thema nicht nur für die Wahl, sondern das wird uns langfristig beschäftigen“, sagte Feiertag. Wichtig sei es, gute Lösungen zu finden, wie die Flüchtlinge gut integriert werden können. „Im Kreis und in der Kreisstadt wird nicht nur über das Problem diskutiert, sondern wir packen es an“, sagte Landrat Stefan Reuß. Diesen Aspekt griff auch Ehrengast Michael Roth, Staatsminister im Auswärtigen Amt, auf: „Hier wird an Merkels Spruch ‘Wir schaffen das’ noch ein ‘Wir machen das’ drangehängt. Großartig.“

2. Wirtschaft stärken 

Ein zentrale Frage, die die Sozialdemokraten beschäftigt, ist, wie Handel, Gewerbe und Industrie in der Kreisstadt und der Region gestärkt werden können, um langfristig Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen. „Wir müssen für junge Menschen attraktiver werden“, sagte Feiertag. Er erinnerte noch einmal an die Idee, Eschwege als Uni-Standort zu etablieren.

Neujahresempfang der SPD Eschwege

„Je mehr ich darüber nachdenke, desto besser gefällt mir die Idee“, sagte er. Gute Bildung sei der Schlüssel, um Perspektiven für junge Menschen im Werra-Meißner-Kreis zu schaffen, betonte auch Reuß. „Ich bin stolz sagen zu können, dass unsere moderne Bildungslandschaft auch überregional viel Anerkennung findet“, sagte Reuß. In den vergangenen fünf Jahren seien 60 Millionen Euro in die Schulen im Kreis investiert worden.

3. Leerstand abbauen

Der Leerstand in der Kreisstadt ist ein weiteres zentrales Thema, zu dem die Eschweger SPD erst am Dienstag zu einem Bürger-Dialog geladen hatte. „Das ist von den Eschwegern gut angenommen worden, es ist wichtig, dass die Bürger mehr mitdiskutieren“, betonte Stadtverordentensprecher Karl Montag am Rande des Empfangs.

4.Zusammenhalt fördern 

Als letztes zentrales Thema ging Feiertag auf den sozialen Zusammenhalt ein. „Wir müssen Strategien entwickeln, um diesen weiter zu fördern“, sagte er. Der Bürger-Dialog sei da bereits ein guter Schritt gewesen.

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