Versorgungsquote im Werra-Meißner-Kreis übererfüllt

Genügend Plätze für die kleinsten Kinder

Eschwege. Die Betreuungsquote bei den kleinsten potenziellen Kindergartenbesuchern dürfte nach Einschätzung von Jugendamtsleiterin Ilona Friedrich im Werra-Meißner-Kreis inzwischen bei nahezu 38 Prozent liegen.

„Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage liegen erst Ende nächster Woche vor“, so Friedrich, „die ersten Rückmeldungen lassen aber darauf schließen.“

Die vom Land geforderte Ein-Drittel-Versorgungsquote ist damit im Werra-Meißner-Kreis übererfüllt. Lokal betrachtet gibt es allerdings deutliche Unterschiede. In einigen Städten und Gemeinden werden erheblich mehr Plätze angeboten, in anderen klaffen nach wie vor merkliche Lücken zwischen Angebot und theoretischer Nachfrage.

Während in Eschwege im nächsten Sommer mit Erreichen des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr in etwa der Kreisdurchschnitt erreicht wird, übererfüllt die Gemeinde Neu-Eichenberg die Quote deutlich: Mehr als achtzig Prozent aller Jungen und Mädchen können dort nach Angaben von Bürgermeisterin Ilona Rode-Erfurth betreut werden.

Hessisch Lichtenau ist das Schlusslicht in der Statistik des Kreises. Lediglich knapp über 22 Prozent der Kleinsten kann dort ein Platz angeboten werden. Der Gesetzgeber geht aber davon aus, dass Eltern von rund einem Drittel der in Frage kommenden Kinder ihr Recht auf Betreuung in Anspruch nehmen werden.

Und, so die Einschätzung Friedrichs, der Bedarf wird steigen. Das gelte es zu berücksichtigen. „Ein Kreisausschussbeschluss zur Ausbauplanung, die jährlich dem Land gegenüber erklärt werden muss, sieht für das Jahr 2013 einen Versorgungsgrad für den Werra-Meißner-Kreis von 45 Prozent vor“, so die Leiterin des Fachbereichs. Das wären in Zahlen ausgedrückt 953 Plätze, die in den Betreuungseinrichtungen in den sechzehn Städten und Gemeinden zur Verfügung stehen müssten.  

Von Harald Sagawe

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