Germeta: Eschweger Unternehmer verkaufen Mineralquelle

Eschwege. Die Eschweger Unternehmer Ernst Andreas (Klosterbrauerei) und Jürgen Rabe (Getränkefachgroßhandel) haben die Heil- und Mineralquellen Germete im westfälischen Warburg verkauft.

Der Getränkeabfüller mit den Marken Germeta, Warburger Waldquell und Antonius Quelle gehört jetzt zur Schäff-Gruppe aus dem fränkischen Treuchtlingen, die unter dem Namen Altmühltaler Mineralbrunnen firmiert.

Die bisherigen Gesellschafter Andreas und Rabe wollten sich zum Verkauf ebenso wenig äußern wie die neuen Eigentümer. „Wir haben mit dem Käufer vereinbart, dass keine Stellungnahmen abgegeben werden“, sagt Ernst Andreas. Germete wird von Branchenkennern als kerngesundes Unternehmen mit bestens eingeführten Marken beschrieben. 2014 lagen die Betriebserlöse bei knapp 39 Millionen Euro, die Gewinne vor Steuern werden mit rund einer Million Euro beziffert. Aktuell werden 150 Mitarbeiter beschäftigt. Im vergangenen Jahr wurden 340 Millionen Liter Mineralwasser und Erfrischungsgetränke abgefüllt. In der Branche wird davon ausgegangen, dass die Schäff-Gruppe einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag für Germete bezahlt hat.

Der neue Eigentümer beschäftigt insgesamt 750 Mitarbeiter und gilt in der Branche als wenig arbeitnehmerfreundliches Unternehmen. Die Gruppe gehört zu den größten Mineralwasserabfüllern und Mixgetränkeherstellern in Deutschland. Sie beliefert zahlreiche Lebensmittelhändler und Discounter, darunter Edeka und Aldi. Der Umsatz des Konzerns beläuft sich auf rund 300 Millionen Euro im Jahr. Zu der Unternehmensgruppe gehören neben dem Altmühltaler Mineralbrunnen am Stammsitz in Treuchtlingen auch der Wasserproduzent Vitaqua bei Breuna im Kreis Kassel und die Brandenburger Urstromquelle in Baruth.

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