Krankenkasse und Unternehmen zeigen Mitarbeitern Weg zu mehr Lebensqualität

Gesund am Arbeitsplatz

Matthias Kullik, und Claudia Küster kümmern sich für die Betriebskrankenkasse um die betrieblichen Gesundheitsförderung in den Unternehmen in der Region. Foto: Sagawe

Eschwege. Der Werra-Meißner-Kreis macht mit, die Stadt Eschwege ist auch dabei. Die Werraland Werkstätten nutzen das Angebot ebenso wie das Autohaus Stöber. Unter dem Oberbegriff „Betriebliche Gesundheitsförderung“ organisiert die Betriebskrankenkasse Werra-Meißner für und mit Unternehmen in der Region Präventionsprogramme, die helfen sollen, die Gesundheit der Beschäftigten zu verbessern.

„Gesunde Mitarbeiter sind das wichtigste Potenzial eines jeden Unternehmens“, sagt Vorstand Ernst-Dieter Mäurer, „sie sind motivierter und somit auch leistungsfähiger.“

Die Angebote reichen von einmaliger Rückenschulung bis zu regelmäßigen Veranstaltung im Modulsystem, die sich im Idealfall über mehrere Jahre fortsetzen. Der Werra-Meißner-Kreis bietet seinen Mitarbeitern bereits seit 2009 diese Art der Gesundheitsvorsorge an. „Das hat immer auch etwas mit Nachhaltigkeit zu tun“, so Matthias Kullik, der die Kooperation mit den Unternehmen gemeinsam mit seiner Kollegin Claudia Küster pflegt. Den beiderseitigen Nutzen hätten Arbeitgeber ebenso erkannt, wie die Belegschaften. „Das macht nur Sinn, wenn Geschäftsführung, Betriebsrat und Mitarbeiter dahinterstehen“, sagt der stellvertretende Vorstand Harald Klement. „Ich möchte mit euch gesund alt werden“, habe die Chefin einer teilnehmenden Firma zum Start in das Programm zu ihren Mitarbeitern gesagt.

Aufgeteilt ist das Modulsystem in drei Gruppen: Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung. Lauftreffs werden organisiert. Die Teilnehmer lernen, wie schnell zubereitet und lecker ein gesunder Pausensnack sein kann, der den Schokoriegel ablöst. Der Umgang mit dem Anforderungsdruck wird trainiert

Am Anfang der betrieblichen Gesundheitsförderung steht die Mitarbeiterbefragung. In anonymisierten Fragebögen äußern sich die potenziellen Teilnehmer über die Zufriedenheit mit ihrer Tätigkeit. Betriebsklima, Aufstiegsmöglichkeiten, Arbeitszeitregelung und Verdienstmöglichkeiten werden angesprochen. Gesundheitliche Beschwerden gilt es festzuhalten. Die Krankenkasse stellt Fragen zu Ausfallzeiten und bittet um Verbesserungsvorschläge.

Von Harald Sagawe

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