Gesundheitsamt: Jetzt ist die beste Zeit zur Grippeimpfung

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Werra-Meißner. Eine Grippe ist nicht nur eine Erkältung, sondern eine ernst zu nehmende Krankheit. Umso wichtiger ist es, sich davor zu schützen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt deshalb Menschen mit höherem Erkrankungsrisiko die Grippeschutzimpfung. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts zeichnet sich eine zunehmende Impfmüdigkeit – auch bei medizinischem Personal ab.

Das bestätigt auch das Gesundheitsamt Kassel. Das Gesundheitsamt des Werra-Meißner-Kreises warnt, dass in allen Risikogruppen zu wenig geimpft wird. Deshalb ruft die Kreisbehörde jedes Jahr im Herbst zur flächendeckenden Grippeschutzimpfung auf. Die Mitarbeiter des Gesundheitszentrums Gelstertal und des ambulanten Pflegedienstes Ascleon Care Werra-Meißner lassen sich indes jedes Jahr impfen, sagt der Allgemeinmediziner Dr. Jan Purr aus Großalmerode. Auch wenn die Grippe schon grassiert, ist Impfen noch sinnvoll, bestätigt Michaela Edinger vom Kreisgesundheitsamt. Besonders gefährdet sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit chronischen Krankheiten der Atmungsorgane, des Herz-Kreislaufsystems, der Leber oder Nieren, mit Diabetes oder anderen Stoffwechselerkrankungen, chronisch neurologischen Erkrankungen oder mit erworbenen oder angeborenen Immundefekten, heißt es in der Pressemitteilung des Kreises. Als Risikogruppe gelten auch Schwangere, Menschen über 60 Jahre und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Bei diesen Risikogruppen könne die Grippe sogar zum Tode führen Welche Stämme des Grippe-Erregers im Impfstoff enthalten sein müssen, legt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr fest. Daher sei es empfehlenswert, sich jedes Jahr neu impfen zu lassen. Der Impfschutz ist nach zehn bis 14 Tagen aufgebaut und gilt generell als gut verträglich.

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