#DieTotenKommen

Symbolisches Grab am Stad sorgt für Aufsehen

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Plötzliches Grab: Aktivisten hatten das Mahnmal in der Eschweger Innenstadt am Stad/Ecke Forstgasse aufgebaut. Auf dem Holzkreuz steht "Unbekannter Flüchtling".

Eschwege. Ein aufgeschüttetes Grab am Stad/Ecke Forstgasse hat am Dienstagmorgen für Aufsehen in der Eschweger Innenstadt gesorgt. Es soll ein Mahnmal für das Schicksal der Flüchtlinge sein.

Unbekannte hatten in der Nacht von Montag auf Dienstag aus Blumenerde ein Grab aufgeschüttet und mit Blumen bepflanzt. Auf dem eingesteckten Holzkreuz stand "Unbekannter Flüchtling" geschrieben. Der Bauhof der Stadt Eschwege hatte das Mahnmal gegen 8.30 Uhr am Dienstagmorgen bereits wieder abgeräumt.

Die Aktion, um auf die toten Flüchtlinge, die in der Vergangenheit im Mittelmeer umgekommen sind, läuft seit vergangener Woche und hat ihren Ursprung in Berlin.

Angestoßen hatte die Aktion die Berliner Künstlergruppe „Zentrum für politische Schönheit“. Unter dem Titel #DieTotenKommen findet sie gerade in der ganzen Republik Verbreitung.  In den vergangenen Monaten waren über 1000 Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa ertrunken. Seit dem Jahr 2000 sollen dort über 23.000 gestorben sein. (ts)

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