Wenig Investitionen im Tief- und Straßenbau

Gute Zeiten für den Hochbau im Kreis

Werra-Meißner. Die Auftragsbücher vieler Unternehmen im Hoch- und Ausbau im Werra-Meißner-Kreis sind voll. Das bestätigt Andreas Lieberknecht, Geschäftsführer des Verbands baugewerblicher Unternehmen.

Beim Tief- und Straßenbau, der auch von kommunalen Aufträgen abhängig ist, sei die Nachfrage indes verhalten. Viele Kommunen des Kreises würden derzeit nur wenig in den Straßen- und Tiefbau investieren. Grund dafür sei der Rettungsschirm, der die Kommunen zum Sparen zwinge. Insgesamt seien die meisten Betriebe aber optimistisch. Bei der Firma Beck-Bau in Eschwege ist die Auftragslage gut. „Bis jetzt sind wir bis zum August zu 80 Prozent ausgelastet“, sagt ein Mitarbeiter der Firma Beck-Bau gegenüber unserer Zeitung. Diese positive Entwicklung bestätigt auch Thilko Gerke, Innungsobermeister und Bezirksstellenleiter des Verbandes baugewerblicher Unternehmen: „Viele Betriebe sind ausgelastet“.“ Er bestätigt aber auch, dass es im Tiefbau „mau“ aussehe.

Auch die Firma Küllmer in Eschwege ist mit der Auftragslage relativ zufrieden, sagt Klaus Wiegand, Geschäftsführer der Küllmer GmbH in Reichensachsen. Allerdings sei die Stimmung gedämpft, weil es derzeit nur wenige Ausschreibungen gebe.

In Hessen gibt es insgesamt eine positive Entwicklung in der Baubranche, sagt Burkhard Siebert, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Hessen-Thüringen. Grund für den Aufschwung im Hochbau sei auch der demografische Wandel, der den Bedarf an Wohnungen verändere. Bestandsimmobilien müssten saniert werden, um Energie zu sparen. Dies gelte auch für Büroimmobilien. Einen ähnlichen Bedarf gibt es auch im Tiefbau. Viele Straßen und Kanäle sind marode – aber den Kommunen fehlt schlichtweg das Geld, um die nötigen Investitionen zu tätigen.

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