Schüler der Friedrich-Wilhelm-Schule gewinnen den Wanderpreis der Waldspiele

Gymnasiasten „fangen“ Schwein

Stolze Sieger: Die Klassensprecher der fünften Klassen nahmen den Wanderpokal von Revierleiter Lothar Freund (links) entgegen. Foto: privat

Eschwege. Ein Wildschwein in der Friedrich-Wilhelm-Schule (FWS): Lothar Freund, Revierleiter beim Forstamt Hessisch Lichtenau, hatte es in die Aula des Eschweger Gymnasiums mitgebracht und übergab es den Klassensprechern der fünften Klassen, die es liebevoll in den Arm nahmen. Es handelt sich allerdings um ein verkleinertes Holzmodell und ist der Wanderpreis für den Sieger der Waldjugendspiele - in diesem Jahr die FWS.

Die Waldjugendspiele finden jedes Jahr auf dem Meißner statt, Teilnehmer sind über 800 Schüler der fünften oder sechsten Klassen der meisten Schulen im Forstamtsbezirk Hessisch Lichtenau und Eschwege. In diesem Jahr waren neben der Friedrich-Wilhelm-Schule und der Anne-Frank-Schule aus Eschwege auch die Johannisbergschule in Witzenhausen, die Rhenanusschule in Bad Sooden-Allendorf sowie die Freiherr vom Stein-Schule in Hessisch Lichtenau.

Bemerkenswert ist der erste Rang der FWS vor allem deswegen, weil er - und das nicht zum ersten Mal - von Fünftklässlern erreicht wurde, während alle anderen Schulen mit der sechsten Jahrgangsstufe antraten. Das regelmäßig gute Abschneiden der FWS führt der Leiter der Revierförsterei Hausen und des Jugendwaldheims auf dem Meißner Lothar Freund auch darauf zurück, dass die Gymnasiasten jedes Jahr im Herbst eine Woche im Jugendwaldheim verbringen und dadurch viel Vorwissen mitbringen.

Die Spielaufgaben verlangen von den Schülern eine Kombination aus Wissen und Geschicklichkeit. So müssen sie beispielsweise bei der Station zur Waldarbeit einen Holzstoß umsetzen, bei der Station zur Artenvielfalt sich im Tannenzapfenzielwurf beweisen und beim Thema Tiere und Jagd mit dem Fernglas versteckte Tiere aufspüren.

Die Waldjugendspiele gehen auf eine Idee der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald zurück, sie finden im Forstamtsbezirk Hessisch Lichtenau seit 1991 statt, damit die jungen Menschen den Wald in seiner gesamten Bedeutung für den Menschen kennen und schätzen lernen.

Dieser wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe widmet sich jedes Jahr das gesamte Forstamtsteam mit gewaltigem Engagement. Vom Waldarbeiter bis zum Förster sind nach Auskunft von Revierleiter Freund alle Mitarbeiter mit großer Leidenschaft im Einsatz, um den Schülern auf spannende und spielerische Weise die vielfältigen Funktionen des Waldes nahe zu bringen, die von Holznutzung und Wassergewinnung über Erholung bis zur CO2-Speicherung und Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen reichen. (red)

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