Eschwege:Händler fordern Mitsprache

Umstrittene Gestaltungssatzung soll am Donnerstag erstmals beraten werden

Eschwege. Das Eschweger Stadtmarketing hat von der Stadt erhebliche Änderungen am Entwurf der Gestaltungssatzung gefordert. „Sollte es so bleiben wie es ist, wird der Einzelhandel dies nicht hinnehmen“, sagte Stadtmanager Wof-Dietrich von Verschuer. Umstritten im Stadtmarketing sind vor allem die Regelungen, nach denen vor Restaurants keine Plastikstühle mehr angeschafft werden sollen und die strikte Farbregelung und Größenbeschränkung für Sonnenschrirme.

„Es geht aber auch um Fragen, wie Werbeschilder für die Geschäfte künftig aufgehängt werden dürfen“, sagte der Vorsitzende des Stadtmarketing-Vereins, Gerold Schwarz. Er bezeichnete den Entwurf als „unausgegoren und übereilt“. Seinen Angaben zufolge dürften künftig nur horizontale Schriftzüge angebracht werden, während senkrecht verlaufende Schriften nicht mehr gestattet seien. Bürgermeister Alexander Heppe sagte, die Gestaltungssatzung liege lediglich als erster Entwurf vor, über den beraten werde und der auch verändert werden könne. „Das Stadtmarketing, die Eschweger Werbegemeinschaft und Gaststättengewerbe werden in einer Anhörung ihre Vorschläge einbringen können“, sagte er und fügte hinzu: „Wir möchten die Auffassung der Händler in den Entwurf aufnehmen.

Die Gestaltungssatzung soll am Donnertag im Gestaltungsbeirat erstmals beraten werden.

Schwarz wirft der Stadt vor, dass der Einzelhandel nicht von vornherein in die Planungen einbezogen wurde. „Die Gestaltungssatzung ist aber nur das letzte Glied in einer langen Kette“, sagte er. Wir fühlen uns von der Stadt nicht ausreichend wahrgenommen“, sagt Schwarz. So seien die Parkgebühren an der Wiesenstraße eingeführt worden, ohne dass die Händler vorab informiert worden seien. Die Sondernutzungsgebühren für Gastronomen mit Bestuhlung an der Straße seien heraufgesetzt worden und im vergangenen Jahr sei die Stadt durch Baustellen quasi abgeriegelt gewesen.

Bürgermeister Heppe wies die Äußerungen von Schwarz zurück. „Die Stadt ist durch unseren Wirtschaftsförderer Wolfgang Conrad im Vorstand des Stadtmarketing vertreten, dadurch ist die ständige Kommunikation gewährleistet“, sagte er. Das Stadtmarketing habe die vollste Unterstützung der Stadt, die den Verein finanziell unterstütze.

In Bezug auf die Baustellen im vergangenen Jahr sagte Heppe, sie seien von Hessen-Mobil terminiert worden. Darauf habe die Stadt jedoch keinen Einfluss nehmen können. Netzstimmen

Von Dieter Salzmann

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