Rückkehr nach Eschwege

Kerstin Ihde jetzt Leiterin der Anne-Frank-Schule

Seit Beginn des Schuljahres: Kerstin Ihde ist Nachfolgerin von Edgar Ingrisch und leitet seit eineinhalb Wochen die Anne-Frank-Schule in der Kreisstadt Eschwege. Foto: Sagawe

Eschwege. Kerstin Ihdes Bewertung ihrer neuen Dienststelle fällt eindeutig aus. „Die Schule ist in einem hervorragenden Zustand“, sagt sie. Seit eineinhalb Wochen leitet die Pädagogin die Anne-Frank-Schule in Eschwege. Ihde ist Nachfolgerin von Edgar Ingrisch, der im Juli in den Ruhestand trat.

Das Kennenlernen der Schulgemeinde stellt die 56-Jährige während der ersten Wochen an ihrer neuen Schule in den Mittelpunkt. „Ich gehe in alle Klassen und suche das Gespräch mit den Kindern.“ Dabei kennt Ihde die Anne-Frank-Schule bereits von früherer Tätigkeit. Von 2001 an hat sie drei Jahre an der Europaschule in der Kreisstadt unterrichtet.

„Das war meine erste pädagogische Heimat in Hessen“, sagt sie. Seither habe sich einiges verändert. Ziel sei jetzt, mit allen Beteiligten an der Weiterentwicklung dieses Prozesses zu arbeiten. Die Brüder-Grimm-Schule in Eschwege und schließlich die Leitung der Kasseler Carl-Schomburg-Schule waren die Stationen vor der Rückkehr an die Anne-Frank-Schule. Sie schätze besonders die Herzlichkeit und „dass sich hier alles um das einzelne Kind dreht“, sagt sie. „Wir schauen ganz genau auf die individuellen Ansprüche unserer Schüler.“ Die Schule werde passend zum Kind gemacht und nicht umgekehrt, beschreibt sie den Anspruch und nennt als pädagogisches Ziel: Jedes Kind soll den optimalen Abschluss schaffen. Das setze bestmögliche Förderung voraus.

Zur großen Aufgabe könnte sich die Betreuung und Unterrichtung von Flüchtlingskindern entwickeln. Auch hier wird die individuelle Förderung eine gewichtige Rolle spielen, weil auf ganz unterschiedliche Voraussetzungen eingegangenen werden muss. „Darauf sind wir vorbereitet, das bedarf aber auch der personellen Ausstattung“, so Kerstin Ihde.

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