Welttag wird seit 2008  am ersten Freitag im August gefeiert

Heute ist der Internationale Tag des Bieres

+

Eschwege. Bierfreunde aufgepasst: heute ist der Internationale Tag des Bieres. An dem noch recht junge Welttag – ins Leben gerufen wurde er 2007, erstmals gefeiert 2008 – sollen die Biere aller Nationen und Kulturen gefeiert sowie die Männer und Frauen, die das Bier brauen und servieren, geehrt werden. 

Am einfachsten geht das laut den Ideengebern so: Gemeinsam mit Freunden ein Bier genießen – und zwar immer am ersten Freitag im August. Der Welttag des Bieres wird immer beliebter, in den vergangenen Jahren gab es in über 50 Ländern der Welt rund 400 offizielle Veranstaltungen um dem Gerstensaft zu huldigen. 

Ehren und würdigen

Ein eingespieltes Team. AKE-Braumeister Christian Flender (von rechts) mit Bierbrauer Marc Fernau.

Auch die heimische Klosterbrauerei, Marktführer und in ihrem Handwerk mit der Region verbunden, nimmt den Welttag zum Anlass, Menschen zu würdigen, die sich um das Bier verdient gemacht haben. In Eschwege sind das unter anderem:
• Der Braumeister, Christian Flender: Er ist dafür verantwortlich, dass unter bester Qualität gebraut wird. „Er hat das Brauen mit Leib und Seele gelernt und bereits in der Klosterbrauerei seine Ausbildung absolviert“, sagt die Öffentlichkeitsbeauftragte Tanja Beck. Flender hat das Sagen in allen Abteilungen der Klosterbrauerei, die zum Bierbrauen dazu gehören, und kümmert sich auch um den Einkauf der benötigten Rohstoffe.
• Einer der wichtigsten Rohstoffe ist die Braugerste, die von 17 Braugerstenbauern im Werra-Meißner-Kreis für die Klosterbrauerei angebaut wird.
• Die rechte Hand des Braumeisters sind dieBierbrauer, in Eschwege ist das Marc Fernau. Aber natürlich auch der Chef der Brauerei, Ernst Andreas, ist von Bedeutung für den Betrieb.
• Das fertige Bier wird dann von den Bierfahrern zu den Kunden, wie Märkten und Gaststätten, transportiert.
• Auch die Gastwirte sollten bedacht werden, denn sie zapfen und servieren schließlich das Bier. 

Nicht nur feiern, zelebrieren

Auf Geburtstagen, Grillfeiern oder vielen anderen Veranstaltungen -oft wird mit einem kühlen, frisch gezapften Bier angestoßen und gefeiert. Am heutigen Welttag soll nicht nur mit dem Gerstensaft länderübergreifend gefeiert werden, sondern heute soll die Existenz des Getränks zelebriert werden. Die Herstellung ist bei der Klosterbrauerei seit 175 Jahren gleich.

Herstellung mit Tradition

• Es beginnt mit dem Anbau von Braugerste, die geerntet wird, wenn sie reif und trocken ist.
• In der Mälzerei angekommen, wird die Gerste in Wasser eingeweicht und so zum Keimen gebracht und dann getrocknet und gemahlen.
• Weiter geht es im Sudhaus in die Maischepfanne, wo Malz und Brauwasser auf unterschiedliche Temperaturen erhitzt werden, so entsteht aus der Malzstärke der Malzzucker. Die Dauer des Erhitzens und die Temperatur spielen für den späteren Geschmack eine wichtige Rolle.
• Nun wird die Maische geläutert, dabei entsteht die Würze: durch absinken der festen Bestandteile der Maische, wird die Flüssigkeit gefiltert und läuft ab.
• In der Sudpfanne wird die Würze mit dem Hopfen aufgekocht, dem das Bier seinen herben Geschmack verdankt. Sie wird gekühlt in einen Gärtank unter Beifügung von Sauerstoff gepumpt.
• Die Flüssigkeit kommt nun für eine Woche in den Gärkeller. Dort findet nun die alkoholische Gärung statt: Hefe wandelt den im Sudhaus entstandenen Malzzucker zu Alkohol und Kohlensäure.
• Nun muss das Bier vier bis sechs Wochen im Lagerkeller bei Null Grad reifen.
 • Es folgt die Abfüllung in Flaschen oder in Fässer – sogenannte Kegs – und der Transport in das Zwischenlager in die Thüringer Straße in Eschwege, von wo das fertige Bier zum Kunden ausgeliefert wird.

Mit Freunden genießen

Hat die Braugerste alle Stationen des Bierbrauens durchlaufen, landet sie schließlich in einem Glas oder in einer Flasche auf unserem Tisch. „Entgegen den allgemeinen Behauptungen macht Bier nicht dick: Ein Pils hat zum Beispiel 42 Kalorien je 100 Milliliter. Der sogenannte Bierbauch kommt von dem Hunger danach, denn Bier regt lediglich den Appetit an“, sagt Beck. Ganz ohne Angst um die Figur, kann also heute zum Welttag des Bieres auf das Traditionsgetränk angestoßen werden.

Von Esther Junghans

Kommentare