Der Landkreis vergab die diesjährigen Sozialpreise an 13 verdiente Persönlichkeiten und Institutionen

Hilfe von Bürgern für Bürger

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Die ehrenamtlichen Fahrer des Bürgermobils von Ringgau und Weißenborn sind gemeinsam mit zwölf weiteren engagierten Bürgern und Institutionen von Landrat Stefan Reuß mit dem Sozialpreis des Werra-Meißner-Kreises ausgezeichnet worden.

Eschwege. Der Sozialpreis des Werra-Meißner-Kreises wurde in diesem Jahr wieder durch Landrat Stefan Reuß verliehen. Insgesamt wurde ein Preisgeld von 2600 Euro an 13 Personen bzw. Institutionen verliehen.

„Vieles, was in unserer Gesellschaft für die Mitmenschen geleistet wird, wäre ohne bürgerschaftliches Engagement nicht möglich“, sagte Reuß. Privates Engagement sei unverzichtbar und lobens- und unterstützenswert. Reuß warnte jedoch davor, dieses Engagement zu überfordern.

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr

Helmut Noack

Helmut Noack, Oberhone: Seit Jahrzehnten ist Helmut Noack in den verschiedensten Vereinen und Institutionen seines Ortes ehrenamtlich tätig. Unter anderem war er früher als Fußballtrainer für die Jugend- und Seniorenmannschaften tätig. Noch heute wirkt er im Dorfverschönerungsverein mit, wobei er bei der Errichtung eines Feuchtbiotops sowie von Ruhebänken im gesamten Orts- und Gemeindegebiet dabei war.

Annemarie Köhn

Annemarie Köhn, Eschwege: Seit der Gründung der Eschweger Tafel im Jahre 1998 ist Annemarie Köhn ehrenamtlich für die Lebensmittelvorbereitung und -ausgabe tätig. Jeden Freitag steht sie seit dieser Zeit ohne Unterbrechung der Tafel zur Verfügung sowie auch für zusätzliche Arbeiten.

Franz Weiner

Franz Weiner, Reichensachsen: Seit dem 1. April 1996 ist Franz Weiner Mitglied im Verein Häusliche Krankenpflege Wehretal e. V. Der Verein hat sich im Jahr 2006 einen ehrenamtlichen Besuchsdienst aufgebaut, in dem Weiner seit Beginn tätig ist. Regelmäßig besucht er einmal wöchentlich einen Patienten und hat bisher über 200 Einzelbesuche geleistet.

Gerhard Schleicher

Gerhard Schleicher, Wanfried: Seit 1995 ist Gerhard Schleicher als Vorsitzender des VdK-Ortsverbandes Wanfried tätig. In dieser Funktion berät er ehrenamtlich in sozialrechtlichen Angelegenheiten viele ratsuchende Menschen. Seine Aufgabe ist es, im Namen der Betroffenen ausgiebige Gespräche mit Behörden, Krankenkassen und Ärzten zu führen.

Hans-Ulrich von Maydell

Hans-Ulrich von Maydell, Eschwege: Seit 2003 engagiert sich Hans-Ulrich von Maydell als externes Mitglied des Heimbeirates im Altenzentrum St. Vinzenz. Als er beitrat, war er Angehöriger eines Bewohners - seines Vaters. Seit dem Tod des Vaters im Jahr 2003 bis zum heutigen Tag übt er diese Tätigkeit weiter aus. Für die Sorgen und Wünsche der Bewohner ist er stets offen und vertritt die Interessen auch öffentlich. Den Heimbeirat begleitet er bei Zusammenkünften und fungiert dort als Protokollführer.

Bärbel Persch

Bärbel Persch, Bürgerhilfe Sontraer Land, Sontra: Bärbel Persch ist bei ihrer Arbeit mit Familien und Jugendlichen immer unterstützend. Egal ob es bei der Bereitstellung von Lebensmitteln, bei der Beschaffung von Möbeln bzw. Kleidung oder bei der Einrichtung eines Praktikumsplatzes ist.

Die ehrenamtlichen Fahrer des Bürgermobils Ringgau und Weißenborn: Das Bürgermobil wurde im November 2011 ins Leben gerufen und ist seitdem fester Bestandteil beider Kommunen. Gestellt werden die Busse von den Gemeinden Ringgau und Weißenborn sowie dem Verein Aufwind. Grundsätzlich werden die Busse durch ehrenamtliche Fahrer bestückt, die jeweils dienstags und freitags ältere und behinderte Menschen zu Arztbesuchen, zur Bank und zum Einkauf fahren.

Der Förderverein zur Förderung der Waldorfpädagogik für das Projekt: „Aufbau einer Kleinkindbetreuung U 3“:

Als freier Träger eines Kindergartens ist der Verein in hohem Maße auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. So geht bereits die Gründung des Kindergartens auf ehrenamtliche Elterninitiative zurück. Der Vorstand des Vereins und das Geschäftsführungsorgan ist rein ehrenamtlich besetzt. Im Jahr 2011 hat sich der Verein zur Unterstützung der Stadt Witzenhausen - aber ohne rechtliche Verpflichtung - entschieden, eine Kleinkindbetreuung U 3 aufzubauen. Das Ergebnis wird von den Eltern und Kindern begeistert angenommen.

Jan Tino Demel und Udo Jonzeck, Neu-Eichenberg: Jan Tino Demel und Udo Jonzeck betreiben mit viel Engagement und hohem persönlichen Einsatz seit 22. Dezember 2003 eine private Homepage mit Informationen für und über Neu-Eichenberg. Hier bestehen für die Vereine sowie die Gemeinde kostenlose Möglichkeiten, Veranstaltungen zu veröffentlichen.

Die Männerwerkstatt Weißenborn: Seit Sommer 2012 treffen sich Männer und Frauen jeden Freitag und erledigen ehrenamtliche Arbeiten mit seitens von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Gerätschaften: Instandhaltung der Wanderwege, Anfertigen von Wanderwegeschildern, Rasen schneiden, Schutzhüttenpflege, Sportplatz- und Freizeiteinrichtungen instandhalten und ausbauen, Hilfestellung bei hilfebedürftigen Mitmenschen.

Der Nachbarschaftshilfeverein „Bürger für Bürger Waldkappel – Hilfe auf Gegenseitigkeit“. Der Nachbarschaftsverein ist aus dem Projekt „Aktiv im Alter“ des Werra-Meißner-Kreises hervorgegangen. Seit Frühjahr 2010 finden regelmäßige Treffen von acht bis zehn Personen statt. Es kristallisierte sich eine organisierte Nachbarschaftshilfe nach der Devise „Heute helfen - morgen profitieren“ heraus.

Netzwerk Ringgau: Die Gründungsversammlung des Netzwerk Ringgau e. V. fand im Oktober 2011 statt. Das Ziel ist, alle Ringgauer Bürger/innen in konkreten Hilfesituationen (z. B. Begleitung bei Arztbesuchen, punktuellen Alltagshilfen, Einkäufen etc.) zu unterstützen sowie die Lebensqualität vor allem von Senioren/innen zu sichern.

Hildegard Hoffmeister, Neu-Eichenberg: Hildegard Hoffmeister betreibt seit 15 Jahren den Seniorenkreis in Hebenshausen. Mittlerweile nehmen mehr als 30 Personen daran teil. Jeden vierten Donnerstag im Monat treffen sich die Senioren bei Kaffee und Kuchen. Frau Hoffmeister bereitet mit viel Engagement diese Treffen vor, richtet den Raum her, räumt alleine wieder auf und sorgt jedes Mal für ein zusätzliches kleines Highlight. Zu erwähnen ist, dass Frau Hoffmeister selber im nächsten Jahr 80 Jahre alt wird.

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