Bernhard Hoëcker entführte auf eine amüsante Reise ins unbekannte Neuseeland

Hobbits auf dem Bike - mit Helm

Lustige Lesung: Tobias Zimmermann und Bernhard Hoecker (rechts) lesen aus ihrem vergnüglichen Buch „Am schönsten Arsch der Welt“. Foto: Weber

Schwebda. Neuseeland ist ein Traumland der Deutschen. Und woran denken die Touristen als erstes, wenn sie an Neuseeland denken? Kiwis! „Äh …“, sagte Bernhard Hoëcker irritiert. „Ja, an die auch. Aber woran denken sie als erstes?“ Wale! „An die auch, aber woran-“ Hobbits! Natürlich. Woran denn sonst? So waren Bernhard Hoëcker und sein Regisseur Tommy Krappweis, bekennende Tolkien-Fans, ganz aus dem Häuschen, als sie im Inselstaat im Südpazifik endlich persönlich an einem der Filmschauplätze der „Herr der Ringe“-Trilogie stehen durften.

Der sich als eine - nun ja - Wiese mit ein paar krumpeligen Bäumen entpuppte. Macht ja nichts. Einen lustigen Bernhard-als-Hobbit-Clip konnte man dort dennoch drehen. Da Neuseeland bei den Deutschen beliebt ist, hatte das dortige Tourismus-Ministerium, ganz pfiffig, den Kabarettisten für eine Werbekampagne engagiert. Auf seiner Reise durften Internetnutzer die Ziele vorgeben, und es entstanden so kleine Filmchen fürs Fernsehen und schließlich ein Buch: „Am schönsten Arsch der Welt“. Aus diesem las Hoëcker mit seinem Co-Autor Tobias Zimmermann auf Einladung der Kulturinitiative Werratal im Schloss Wolfsbrunnen vor und offenbarte ebenso Lustiges wie Wissenswertes über sein Reiseabenteuer.

Etwa, dass eine ganze Touristengruppe mithelfen musste, einen der 2000 Jahre alten Kauri-Bäume zu umarmen, da man sich diesen nicht nähern durfte. Oder dass sich beim Hongi-Gruß Nase und Stirn berühren müssen. Ursprünglich ein Gruß der Maori-Krieger, mit dem sie dem Feind so nahe kamen, um mit dem Atem auch dessen Geist und Seele aufzunehmen. Dann wusste man, mit wem man es zu tun hatte. Und worauf es beim Harko-Tanzkampf ankommt, lernte Bernhard Hoëcker im Selbstversuch ebenfalls: „Wenn ich mit dem Handschlag meine Brust in Schwingung brachte, hörte ich die Stimmen meiner Ahnen zu mir sprechen - also, die meine Oma …“

Schließlich hieß es in besagtem Hobbit-Clip vor einem Nazghul zu fliehen, und zwar auf dem Motorrad durch die traumhafte Landschaft. Doch die Tourismus-Dame intervenierte. Es herrsche Helmpflicht auf dem Bike, auch für Hobbits. „Schon lustig“, sagte Tobias Zimmermann. „Ohne Helm darf man in Neuseeland nicht aufs Motorrad, aber mit Schwert - kein Problem.“

Von Kristin Weber

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