Meldestufe 1 an beiden Messstellen im Kreis überschritten

Hochwasser-Alarm an Werra und Wehre

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Die Werra führt bei Hochwasser eine Menge Treibholz mit sich. Es staut sich vor der Schleuse in Eschwege. 

Eschwege. Heftige Regenfälle und die Schneeschmelze im Thüringer Wald sorgten in den vergangenen Tagen für Hochwasser an Werra und Wehre.

An mehreren Stellen, so bei Heldra, bei Wanfried, zwischen Albungen und Kleinvach sowie bei Bad Sooden-Allendorf trat die Werra über das Ufer und setzte Wiesen unter Wasser. In Kleinvach drangen die Fluten bis in die Vorgärten der direkt am Fluss errichteten Häuser vor. An der Wanfrieder Schlagd steht das Wasser an der Oberkante der Hafenmauer. Im gesamten Flussverlauf fehlen nur wenige Zentimeter bis die Werra ihr Bett verlässt, so auch in Eschwege, wo der Wasserspiegel in etwa auf der gleichen Höhe wie der Festplatz Werdchen steht.

An den Messstellen Heldra und Bad Sooden-Allendorf wurde der Grenzwert für die Hochwasser-Meldestufe 1 überschritten. In Heldra lag der Pegel gestern Mittag bei 3,85 Meter. Das sind knapp zwei Meter mehr als der normale Wasserstand. In Bad Sooden-Allendorf wurden 3,63 Meter gemessen, was nur 17 Zentimeter unterhalb der Warnstufe 2 liegt. Seit Donnerstagabend war der Wasserstand um etwa 20 Zentimeter gestiegen.

„In Heldra ist jetzt die Spitze erreicht“, sagt Michael Rabbe vom Wasser- und Schifffahrtsamt Hannoversch Münden. Für die kommenden Tage erwartet er, dass die Pegel wieder leicht fallen. „Der Schnee im Thüringer Wald ist aufgrund der milden Temperaturen, bis auf ein paar Reste in den Hochlagen, abgetaut“, sagt Rabbe.

Probleme könnte jetzt seinen Angaben zufolge noch durch ein Regengebiet entstehen, das in der Nacht zum Freitag über die Region hinwegziehen soll.

Auch die Wehre und die Sontra führen derzeit viel Wasser. Allerdings wurde bei beiden Gewässern der Pegelstand, der die Meldestufe 1 auslöst, nur kurzzeitig während der Weihnachtsfeiertage überschritten.

Von Dieter Salzmann

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