In Eschwege greift derHochwasserplan, in Bad SoodenAllendorf tritt der Krisenstab zusammen

Hochwasser-Welle: Werra-Kommunen bereiten sich vor

Werra-Meißner. Das Hochwasser der Werra steigt wieder. Die Stadt Bad Sooden-Allendorf hat bereits Rufbereitschaft für ihre Einsatzkräfte angeordnet, sagte Bürgermeister Frank Hix am Freitagmorgen.

Am Pegel Allendorf wurden um 9 Uhr 4,04 Meter gemessen. Ab einem Wasserstand von 4,20 Meter tritt in Bad Sooden-Allendorf der Krisenstab zusammen. Angesichts der vorhergesagten Regenfälle in Thüringen sei damit zu rechnen, dass 4,20 Meter im Laufe der nächsten Stunden und Tage erreicht würden, sagte Hix.

Für einige Bereiche Thüringens sind Niederschlagsmengen von bis zu 200 Liter pro Quadratmeter vorhergesagt. Der Eschweger Hobby-Meterologe Torsten Rost beschwichtigt etwas: "Nicht alles was in Thüringen runterkommt, kommt auch in die Werra." Man müsse nun abwarten. Allerindgs regnet es derzeit laut dem Deutschen Wetterdienst genau im Zuflussbereich zur Werra.

An der Messstation Heldra wurde am Nachmittag um 15 Uhr ein Pegelstand von 4,26 Meter gemessen. Ab 4.30 Meter tritt die Meldestufe drei in Kraft. "Noch etwas mehr und die Werra-Anwohner werden kribbelig", sagt Dieter Löffler, stellvertretender Stadtbrandinspektor. Die Wiesen rund um die Werra sind bereits vollgelaufen, der Radweg Richtung Völkershausen überschwemmt. Doch man sei gut vorbereitet,  zu den sieben Kubikmeter Sand habe man noch zehn dazu bestellt. "Einige Sandsäcke sind auch bereits verteilt und im Notfall werden schnell weitere befüllt", sagt Löffler.

Auch in Eschwege sind die ersten Sandsäcke in der Mangelgasse, Am Werdchen und dem Postweg ausgelegt. Hier ist bereits Anfang der Woche der Hochwasserplan in Kraft getreten. "Den haben wir nach dem schlimmen Hochwasser im Januar 2011 entwickelt und der funktioniert gut", erklärt Erster Stadtrat Reiner Brill. Darin sei genau geregelt was Bauhof, Klärwerk und Ordnungsamt im Fall der Fälle zu tun haben.

Bilder vom Hochwasser

Hochwasser in der Region

Auch in Witzenhausen sind erste Bereiche vom Hochwasser betroffen. Weite Teile des Campingplatzes an der Werra stehen unter Wasser. Außerdem wurde der Werra-Radweg zwischen Ermschwerd und Blickershausen gesperrt. (clm/dir)

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