Holzdiebstahl: Kreis ist eine Problemregion

Werra-Meißner. Im Werra-Meißner-Kreis wird immer häufiger Holz in großen Mengen gestohlen. Das berichten die Forstämter in Wehretal und Hessisch Lichtenau. Das Problem: Eine genaue Menge lässt sich aufgrund der Größe der Reviere nicht ermitteln.

Björn Brandau, der bei Hessen-Forst für die Holzdiebstähle bearbeitet, bestätigt den Trend. „Der Werra-Meißner-Kreis ist eine Problemregion“, sagt er.

Die Zahl der Diebstähle sind in den vergangenen fünf Jahren gestiegen. Das hänge damit zusammen, dass Holz in den vergangenen Jahren immer begehrter und damit teurer geworden sei. Die steigenden Energiepreise und ein großer Bedarf in China seien dafür ausschlaggebend, sagt Brandau. Für das gesamte Bundesland schätzt Hessen-Forst die Schäden auf rund eine Million Euro pro Jahr.

Die Holzmengen und auch die Diebstähle seien schwer zu dokumentieren, sagt Dietrich Bräuer, Sprecher des Forstamts Wehretal. Auch, wenn man regelmäßig eine Holzinventur macht. Der Wald sei einfach zu groß. Das bestätigt sein Kollege Dr. Jörn Westphal. Das Forstamt Hessisch Lichtenau bringt trotzdem jeden bemerkten Diebstahl zur Anzeige. Gerade gestern haben sie einen Verlust von 20 Festmetern Industrieholz im Wert von rund 1000 Euro in der Waldgemarkung von Wickersrode angezeigt. Der Zeitraum der Tat erstreckt sich allerdings vom 1. bis zum 21. November. Eine Straftat ist auch vor Gericht schwer zu beweisen. Im September wurden zwei Fälle vor dem Amtsgericht Eschwege verhandelt. Ein Angeklagter bekam 16 Monate, in einem anderen Fall wurde ein Mann freigesprochen, weil die Beweislage nicht ausreichend war.

Mit GPS-Technik wollen die Forstämter den Dieben nachsetzen. Im Forstamt Wehretal werden die kleinen Peilsender schon im Holz versteckt, das Forstamt Hessisch Lichtenau wird im nächsten Jahr damit beginnen. Hintergrund, Zum Tage

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