Der Eschweger Weihnachtsmarkt startet am Freitag um 15 Uhr auf dem Marktplatz

Hüttenzauber fällt kleiner aus

Rutschvergnügen fällt weg: In diesem Jahr gibt es kein Angebot für Kinder, was das Stadtmarketing sehr bedauert. Archivfoto: Rissmann

Eschwege. Keine Rutsche und nur noch elf Stände an denen lediglich Speisen und Getränke angeboten werden - der Hüttenzauber Eschwege wird in diesem Jahr wesentlich kleiner ausfallen. Auch der Sterntalermarkt, der in den beiden vergangenen Jahren mit dem Hüttenzauber zusammen stattfand, existiert nun gar nicht mehr.

So ein Markt funktioniere eben nur mit einem großen ehrenamtlichen Engagement, das aber ziemlich eingebrochen sei, sagt Stadtmanager Wolf-Dietrich von Verschuer. Vor elf Jahren startet der Hüttenzauber auf Initiative der Gaststätte Hemingway, dem Dachdecker-Betrieb Schiederum, Skireisen Kohl und dem Gerüstbauer LJS, die sich allerdings teilweise zurückgezogen hätten. „Ich hoffe das sich ein neuer Interessenkreis findet, der mit frischen Ideen und Engagement dem Hüttenzauber neues Leben einhaucht“, sagt von Verschuer. Das Stadtmarketing sei sehr an einem Weiterbestehen interessiert, könne aber den Weihnachtsmarkt künftig nicht mehr federführend organisieren. „Wir haben in jedem Jahr einen Verlust von 11 bis 12 000 Euro eingefahren“, sagt von Verschuer. Dies sei auch der Hauptgrund für die abgespeckte Version in diesem Jahr. Doch selbst mit dem verkleinerten Markt rechnet von Verschuer mit etwa 5000 Euro Verlust.

Besonders traurig mache ihn, dass es in diesem Jahr erstmals kein Angebot für die Kinder gibt. Die große Rutsche gab es ja bereits beim Hüttenzauber 2012 schon nicht mehr. Da hatte sich bisher der Gerüstbauer LJS um den Aufbau der acht Meter hohen Rutsche gekümmert und zahlreiche Vereine, allen voran das technische Hilfswerk, hatten sich um die Sicherung gekümmert.

Im vergangene Jahr hatte das Stadtmarketing mit einer kleineren, aufblasbaren Rutsche improvisiert. „Das war für die Kinder, die die große Rutsche gewohnt waren, aber eine Enttäuschung“, sagt von Verschuer. Das Stadtmarketing habe aber alles versucht wieder eine große Rutsche oder ein Karussell zu organisieren. „Allerdings waren alle Rutschen und Fahrgeschäfte im Dezember bereits ausgebucht und zudem kommen die Betreiber nicht für drei Tage, sondern gehen auf Märkte wo sie vier Woche stehen können“, sagt von Verschuer. Daraufhin habe man über eine Eisbahn nachgedacht. Von Verschuer ist eigens deshalb nach Holzminden gefahren, wo man bereits Erfahrungen gesammelt hat. Allerdings koste so ein Bahn laut von Verschuer im ersten Jahr um die 80 000 Euro und ab dem zweiten Jahr etwa 50 000 Euro. „Auch wenn man über Verleihgebühren wieder Geld rein holt bleiben noch etwa 30 000 Euro über, das konnten wir nicht finanzieren“, sagt er.

Doch neben alle den schlechten Nachrichten auch etwas Gutes: Die beliebte Strohbar vom Hemingway ist wieder in der Mitte des Marktplatzes aufgebaut.

• Geöffnet ist der Hüttenzauber am Freitag von 15 bis 22 Uhr, am Samstag von 11 bis 22 Uhr sowie am Sonntag von 12 bis 18 Uhr.

Von Diana Rissmann

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