Kreisstadt plant Anhebung um 20 Prozent ab kommendem Jahr

Hundehalter sollen höhere Steuer zahlen

Eschwege. Vom kommenden Jahr an müssen die Hundehalter in der Kreisstadt Eschwege tiefer in die Tasche greifen, um die Steuern für ihre vierbeinigen Lieblinge aufzubringen. Die Stadtverordnetenversammlung will noch in diesem Jahr die Erhöhung der Steuersätze beschließen.

Die Vorlage, die zuvor noch im Finanzausschuss beraten werden soll, sieht eine Erhöhung um 20 Prozent vor, für Kampfhunde verlangt die Kreisstadt vom 1. Januar 2013 an sogar eine um 25 Prozent höhere Abgabe. Die Halter sogenannter gefährlicher Hunde sollen dann 600 Euro pro Jahr bezahlen statt der bisher verlangten 480 Euro. Davon betroffen sind in Eschwege allerdings nur fünf Tierhalter.

Für Otto-Normal-Pfiffi werden zukünftig Steuern in Höhe von 64,80 Euro jährlich fällig, nachdem bisher 54 Euro zu bezahlen waren. Dieser Satz gilt allerdings nur für den Ersthund. Wer zwei Hunde hält, wird mit 93,60 statt bisher 78 Euro zur Kasse gebeten. Noch teurer wird es für Tierhalter, die mehr als zwei Hunde besitzen. 115,20 Euro statt bisher 96 Euro werden für jeden weiteren Hund fällig.

Momentan sind in Eschwege 1200 Hunde angemeldet. 94 Einwohner besitzen zwei oder mehr Tiere. Für 36 Hunde muss keine Steuer bezahlt werden, für 31 ein ermäßigter Satz. Ermäßigung oder Befreiung wird beispielsweise Haltern von Dienst- oder Blindenhunden, für Tiere, die zur Objektbewachung gehalten werden oder im Tierheim untergebracht sind sowie Hartz-IV-Empfängern gewährt.

Nach der Steuererhöhung rechnet die Stadt mit Mehreinnahmen von gut 14 000 Euro pro Jahr. Fast 83 000 Euro sollen damit im kommenden Jahr eingenommen werden. Die Hundesteuer war zuletzt vor zehn Jahren angehoben worden. 2003 mussten die Halter Erhöhungen zwischen 17 und 26 Prozent hinnehmen. Der Steuersatz für Kampfhunde wurde 2003 eingeführt.

Von Harald Sagawe

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