Ekkehard Götting zum Leiter der Beruflichen Schulen in Eschwege ernannt

Neuer Schulleiter: Ekkehard Götting leitet seit Donnerstag die Beruflichen Schulen in Eschwege kommissarisch. Er wurde während einer Sitzung der Gesamtkonferenz ernannt. Neue Aufgaben sieht er als Herausforderung. Foto: Sagawe

Eschwege. Viele spannende Aufgaben erwartet Ekkehard Götting in seiner neuen Aufgabe an der Spitze der Beruflichen Schulen in Eschwege. „Ich weiß, wo ich hin will und wo die Schule hin soll“, sagt der Studiendirektor, der am Donnerstagnachmittag während einer Sitzung der Gesamtkonferenz zum kommissarischen Schulleiter ernannt wurde. Die Ernennung und damit dann auch die Beförderung zum Oberstudiendirektor werden für November kommenden Jahres erwartet.

Götting tritt die Nachfolge des im Sommer in den Ruhestand getretenen langjährigen Schulleiters Manfred Zindel an. „Ich bin weniger ein Alpha-Tier als mein Vorgänger, sondern mehr der Teamplayer“, sagt der neue Mann an der Spitze der Schule. Den Abteilungsleitern der Bildungseinrichtung werde er viel Entscheidungskompetenz einräumen. „Wenn dann etwas schief geht, werde ich natürlich die Verantwortung tragen, und wir werden darüber reden, wie wir das beim nächsten Mal besser machen können.“

Ekkehard Götting, verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Töchtern, war seit 18 Jahren stellvertretender Leiter der Beruflichen Schulen. Vor der Entscheidung für das Lehramt studierte der heute 56-Jährige Haushalts- und Ernährungswissenschaft und schloss das Studium mit dem Diplom ab. Neben zahlreichen Kammerfunktionen ist Götting unter anderem Beigeordneter im Kreisausschuss Werra-Meißner, Vorstandsmitglied der FDP im Kreis und in Eschwege sowie im Ruderverein engagiert.

Aktuell gibt Götting neben seiner Leitungsfunktion noch 14 Stunden Unterricht in der Woche. Das sei zu viel, und er werde den Umfang auf acht bis zehn Stunden reduzieren. Der Ernährungswissenschaftler unterrichtet Fachkunde in den Fleischer und den Fachverkäuferinnenklassen, außerdem Deutsch in den Berufsvorbereitungsklassen. „Der Reiz des Pädagogen ist, in schwierigen Klassen zu unterrichten“, sagt Götting. „Das macht es aus.“ Und er sagt weiter: „Die Ansprüche an den Lehrerberuf sind nicht geringer geworden.“

Neuen Herausforderungen steht die Schule in Zusammenhang mit der Integration von Flüchtlingen gegenüber. Deutlich verändert hat sich in den vergangenen Jahren auch die Struktur der Schule. Die Zahl der Vollzeitschüler nahm zu, die der Jugendlichen in dualer Ausbildung reduzierte sich. Vor allem die höheren Bildungsgänge werden verstärkt nachgefragt. Nie zuvor war die Schülerzahl am Beruflichen Gymnasium größer als heute. 300 Jugendliche streben in den drei Jahrgangsstufen das Abitur an. Insgesamt werden 1450 Schüler von rund 100 Lehrern und Honorarkräften unterrichtet.

„Wir stehen in Konkurrenz mit dem Oberstufengymnasium, kooperieren aber auch zunehmend“, beschreibt Götting das Verhältnis zur Nachbarschule. Für die Schüler zahle sich das gerade im größeren Kursangebot aus. „Das macht den Schulstandort Eschwege insgesamt attraktiver.“

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